THW grub mit Bagger Garten um

Durchsuchungen nach Rauschgift-Ermittlungen: Polizei fand keine Beweise

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THW im Einsatz: Am Donnerstag hatte die Polizei zusammen mit dem Technischen Hilfswerk ein Grundstück im Kelzer Weg in Hofgeismar durchsucht. Beweismittel wurden nicht gefunden. 

Hofgeismar. Bei der Durchsuchung eines Grundstücks in Hofgeismar am Donnerstagnachmittag ist laut Polizeisprecher Torsten Werner nichts gefunden worden.

„Es gab Hinweise, dass auf dem Grundstück Beweismittel vergraben sind, die im Zusammenhang mit den Rauschgift-Ermittlungen der vergangenen Tage stehen. Der Verdacht hat sich nicht bestätigt.“

Bei der Durchsuchung war neben der Bereitschaftspolizei und der Kriminalpolizei auch das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Bagger vor Ort. Außerdem war ein Spürhund eingesetzt. Wonach die Beamten und der Hund gesucht haben, will Werner aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Die Durchsuchung des Grundstücks hatte am Donnerstag gegen 14.30 Uhr begonnen und war um 17.30 Uhr abgeschlossen.

Der Einsatz des THW, das mit einem Lkw mit Ladekran Teile des Grundstücks am Kelzer Weg umgegraben hatte, erregte besondere Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft.

„Wir haben Amtshilfe geleistet, weil die Polizei uns angefordert hat“, sagt Björn Fuhrmann, Geschäftsführer der THW-Geschäftsstelle in Homberg-Efze und damit für Nordhessen verantwortlich. Das passiere immer, wenn die Polizei bestimmte Geräte oder Fahrzeuge benötige, die sie selbst nicht hat. „Wir stellen unsere Arbeitskraft und unsere Geräte zur Verfügung, arbeiten aber in solchen Fällen nach den Vorgaben der Polizei.“

Am Kelzer Weg waren am Donnerstag elf Mitglieder des THW-Ortsverbandes Kassel im Einsatz, die für die Baggerarbeiten zuständig waren und auch mit Schaufeln und Spaten händisch im Garten nach Beweismitteln suchten.

Da die Polizei in Kassel für die Ermittlungen in dem Rauschgiftfall zuständig sei, habe sie auch den Kasseler Ortsverband eingesetzt und nicht den Hofgeismarer.

„Damit im Vorfeld keine Informationen an die Öffentlichkeit geraten, haben die Einsatzkräfte nicht gewusst, wo es hingeht und was sie genau zu tun haben“, erklärt Fuhrmann. „Einzelheiten erfuhren sie erst vor Ort.“

Um den umgegrabenen Garten muss sich das THW nach ihren Arbeiten nicht kümmern. „Wir hinterlassen natürlich keine Gefahrenstellen und schütten Gruben wieder zu, aber in den Ursprungszustand versetzen wir das Grundstück nicht zurück“, sagt Fuhrmann. Das zu klären, sei Sache der Polizei.

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