Ehrenbürgerschaft für Hitler 

Ehrung für Hitler offiziell aufgehoben

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Beschluss von 1933 wurde aufgehoben: Schüler entdeckten im Stadtmuseum den Ehrenbürgerbrief der Stadt Hofgeismar. 

Hofgeismar. Stadtverordnete beschlossen einstimmig, den Beschluss von 1933 aufzuheben und stellen sich so hinter die Demokratie.

Auf gemeinsamen Antrag haben die fünf Hofgeismarer Stadtverordnetenfraktionen am Montag einstimmig beschlossen, den Beschluss vom 10. April 1933 zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Adolf Hitler aufzuheben. Wie berichtet, hatten Schüler bei Forschungen im Stadtmuseum diese Ehrenbürgerschaft entdeckt.

Wie Stadtverordnetenvorsteherin Monika Grebing erläuterte, habe sich der Ältestenrat nach dem genauen Vorgehen erkundigt. Eine Entziehung des Ehrenbürgerrechtes sei nur zu Lebzeiten des Ehrenbürgers möglich. Daraus folge, dass das Ehrenbürgerrecht mit dem Tod erlischt. Der Reichskanzler und Diktator des Deutschen Reiches brachte sich bekanntlich am 30. April 1945 um.

Grebing sagte, dass die Antragsteller mit dem Antrag auf die Aufhebung deutlich machen wollen, dass die Verleihung nach heutigen demokratischen Maßstäben nicht hätte vorgenommen werden dürfen: „Eine solche Verfahrensweise ist auch geboten, um die demokratische Kontinuität des gemeindlichen Handelns wieder herzustellen.“

Gleichzeitig forderte sie die Stadtverordneten auf, die Möglichkeit zu nutzen, an einer Sonderführung durch die sehenswerte Ausstellung „Was Steine erzählen“ am 6. März ab 19 Uhr im Stadtmuseum teilzunehmen. Das würde auch die Arbeit der Schüler würdigen. 

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