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Ein Abend voller Wortwitz mit Annette Frier und Christian Maintz in Hümme

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Von: Gitta Hoffmann

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Sie hatten und machten Spaß: Annette Frier und Christian Maintz lasen von Liebe und Knödeln. Ein Ausflug ins Tierreich fehlte im Bahnhof Hümme nicht.
Sie hatten und machten Spaß: Annette Frier und Christian Maintz lasen von Liebe und Knödeln. Ein Ausflug ins Tierreich fehlte im Bahnhof Hümme nicht. © Gitta Hoffmann

Liebe geht durch den Magen – so spricht der Volksmund und so lautete die Ankündigung zur amüsanten Lesung von Annette Frier und Christian Maintz.

Hümme – Was lag also näher, als die beiden zu ihren kulinarischen Vorlieben zu befragen. Der Kultursommer Nordhessen hatte mit dem Generationenhaus Bahnhof Hümme die Schauspielerin Annette Frier und den Autor Christian Maintz eingeladen. Gemeinsam trugen sie Gedichte von Heine, Kästner, Mühsam, Ringelnatz, Gernhardt, Erhardt und vielen anderen vor, vor allem Werke aus der Feder von Christian Maintz.

Da reimte sich „kokett“ auf „Zwiebelmett“, wurde das Liebesleben der Gottesanbeterin Chantalle und dem Fangschrecken-Travolta Sven-Ole beschrieben. Friedrich Holländers „Stroganoff“ wurde nicht gesungen, sondern enthusiastisch und ohne Versprecher gelesen von Annette Frier.

Lesung von Annette Frier und Christian Maintz: Ein Abend voller Humor

Vor der Vorstellung verrieten die Künstler, dass sie sich auf einer gemeinsamen Veranstaltung kennengelernt und beschlossen hatten, gemeinsam etwas zu machen. „Das ist heute Abend unsere Premiere“, sagten Frier und Maintz. „Wir sind nur hier, weil der TSV Hümme mein Lieblingsverein ist“, erklärte Annette Frier, ohne mit der Wimper zu zucken.

Christian Maintz ergänzte, dass er zwar kein Fan des Fußballvereins sei – nur, weil er überhaupt kein Fußballfan ist. Aber er sei doch ein großer Fan von Annette Frier. „Der Christian macht mir Spaß mit seinen Texten“, lobte seine Partnerin im Gegenzug.

Kassel war den beiden immerhin schon bekannt, nicht nur als Austragungsort der documenta. „Da war ich vor vielen Jahren“, sagte Annette Frier. „Ich hoffe, ich schaffe es dieses Jahr wieder.“ „Ich habe noch eine Einladung zur Premierenfeier der Caricatura“, sinnierte Maintz. Ob sich das wohl mit dem Auftritt noch verbinden lasse?

Ahle Wurst noch nicht probiert

Die nordhessischen Spezialitäten – allen voran die Ahle Wurst – hatten die beiden noch nicht probiert, konnten also nichts dazu sagen. Auf die Frage nach seinem Lieblingsgericht sagte der Hamburger Maintz ohne zu zögern: „Rote Grütze mit Schlagsahne.“

„Wenn ich mich festlegen müsste, was ich den Rest meines Lebens essen wollte, wären es Avocados“, stellte Frier fest. Beide waren sich einig: Innereien gehen gar nicht. „Nichts was glibbelig ist, wie roher Fisch oder Muscheln.“

Peter Nissen, Leiter des Generationenhauses, hatte vorgesorgt: In der Garderobe wartete ein Imbiss auf die Künstler, der selbstverständlich Ahle Wurst beinhaltete. „Superlecker und einfach nur gut!“, lautete das Urteil von Annette Frier, das sich genau so auf den gelungenen Abend übertragen lässt. (Gitta Hoffmann)

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