Bau im Vorwerk Sababurg

Eine Million für den Tierpark Sababurg: Umweltbildungszentrum wird gebaut

Lagerschuppen: Die Kutscherscheune im Vorwerk der Sababurg dient derzeit als Lager und Werkstatt.
+
Lagerschuppen: Die Kutscherscheune im Vorwerk der Sababurg dient derzeit als Lager und Werkstatt.

Mit dem Bau eines Umweltbildungszentrums wollen das Land Hessen, der Landkreis und der Förderverein Tierpark Sababurg den Standort weiter stärken.

Hofgeismar/Sababurg - In den nächsten Jahren soll in der Kutscherscheune auf dem landkreiseigenen ehemaligen Domänengelände ein Seminargebäude mit Übernachtungsmöglichkeit entstehen. Das Projekt, das in den nächsten zweieinhalb Jahren umgesetzt wird, ist mit einer Million Euro kalkuliert. Dazu steuern das Land Hessen 500.000 Euro aus der Förderung zur ländlichen Entwicklung, der Förderverein des Tierparks 300.000 Euro und der Landkreis den Rest bei.

Den Zuschussbescheid des Landes überbrachte am Freitag der Staatssekretär im Umweltministerium, Oliver Conz. Er betonte, dass die Zuschüsse ländliche Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume sichern und weiterentwickeln sollen: „Das Thema Umweltbildung ist entscheidend für unsere Gesellschaft. Wir leben in einer Zeit, in der wir die Herausforderungen im Umweltschutz erkennen und gleichzeitig noch die Möglichkeit haben zu handeln.“ Er sei überzeugt, dass das Zentrum Naturliebhaber von nah und fern anlocken werde und damit nicht zuletzt auch den ländlichen Tourismus in Hessen fördere.

Der Tierpark möchte seine Bildungsarbeit weiter mit regionalen Bildungsträgern vernetzen und neue Umweltbildungsangebote für alle Schulformen, außerschulische Bildungseinrichtungen und Familien schaffen. Im Erd- und im Obergeschoss sollen Seminarräume sowie eine Tagesküche entstehen, außerdem Übernachtungsmöglichkeiten für Betreuer und Gruppen. Der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Siebert sagte, dass der Tierpark Sababurg jetzt schon eine Bildungseinrichtung sei mit der Verbindung von Natur und Erleben. Er hoffe, dass es durch die Schulklassen gelinge, dass sich auch Erwachsene wieder mehr mit Umwelt und Natur befassen.

Die Kutscherscheune im Vorwerk Sababurg beherbergte zuletzt die Pferde eines Tierparkkutschers und ist seither Lagerraum. Der Landkreis Kassel hat bereits über mehrere Jahre das undichte Dach sowie marode Balken und Fenster gesichert und erneuert. Der jetzige große Ausbau ist nur möglich durch das Engagement des Fördervereins des Tierparks, der 300.000 Euro beisteuert und sich nach den Worten seines Vorsitzenden Wilfried Eckart sehr freue, an der Erfolgsgeschichte weiter mitzuarbeiten. Es sei wichtig, Menschen jeden Alters mit Natur in Verbindung zu bringen.

Dicht: Der Zugang zum Obergeschoss der Kutscherscheune ist wegen Einsturzgefahr gesperrt.

Das unterstrich beim Ortstermin auch Ute Schulte, Tourismus-Geschäftsführerin des Regionalmanagement Nordhessen. Vor allem für Kinder aus Städten sei Naturerlebnis wichtig („Ein Park reicht nicht aus“). Außerschulische Bildung werde enorm wichtig und das Projekt sei wichtig für die Standortsicherung Sababurg.

Auch Bürgermeister Markus Mannsbarth unterstrich die Bedeutung des Tierparks, der sich schon lange für den Umwelt- und Artenschutz engagiert, als absolutes Aushängeschild der Region und wichtigen Baustein des Naturparks Reinhardswald. Alle Redner, darunter auch Peter Nissen von der Regionalförderung, betonten, wie wichtig es sei, auf allen Ebenen im Gespräch zu bleiben und ständig Ideen zu entwickeln. Das Umweltbildungszentrum soll Ende 2022, Anfang 2023 eröffnet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.