Elektromobilität

Staat fördert E-Auto-Ladestationen mit bis zu 900 Euro – Nachfrage bei der EAM in Hofgeismar ist groß

Hinter der geöffneten Tür eines Elektroautos steht eine Dame etwas höheren Alters, das Auto hängt an einem Stromkabel.
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Private E-Auto-Ladestationen (sogenannte Wallboxen, wie hier bei Vera Jäger-Bangert in Burguffeln), werden vom Staat mit bis zu 900 Euro bezuschusst - wenn bestimmte Bedingungen eingehalten werden.

Ab sofort fördert der Staat private Ladestationen für Elektroautos mit bis zu 900 Euro. Um den Zuschuss zu erhalten, müssen Verbraucher aber bestimmte Bedingungen genau beachten.

Kreisteil Hofgeismar – Erstattet werden können mit den 900 Euro Kosten für den Kauf der sogenannten Wallboxen sowie deren Einbau, Anschluss und Installation. Das kann bereits die gesamten Kosten decken – je nach Modell der Box und noch vorzunehmenden Arbeiten an den Stromleitungen.

Damit Verbraucher Anspruch auf die Fördermittel haben, müssen sie mehrere, dafür aber nicht sonderlich komplizierte Voraussetzungen der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beachten.

Bedingungen und Zuschussantrag laufen über die KfW

„Seit dem Start des Förderprogramms sind die Anfragen bei uns zu technischen Voraussetzungen und den Bedingungen der KfW deutlich gestiegen“, sagt Sandra Hübner von dem Stromanbieter EAM.

Die letztendlich ausgewählte Wallbox muss zum einen auf der Liste der förderfähigen Geräte stehen. Die ist mitsamt allen Bedingungen auf der Internetseite der KfW zu finden. Dort gibt es auch den Zuschussantrag.

Zum anderen müssen Verbraucher die Förderung beantragen, bevor die Installation der Wallbox erfolgt. Diese darf laut KfW dann nur von Fachunternehmen vorgenommen werden und nicht vom Verbraucher selbst. Laut Hübner würden das dann lokale Elektriker-Fachbetriebe vor Ort übernehmen.

„Interessenten können bei uns aber förderfähige Wallboxen erwerben“, sagt sie. Darüber hinaus biete die EAM seit dem 1. Dezember einen eigenen Ladestrom-Tarif an, bei dem Kunden ihr Elektroauto komplett mit Strom aus erneuerbaren Energien laden können, also dem oft so bezeichneten Ökostrom.

Auch Fotovoltaik-Anlagen werden immer beliebter

Das ist auch notwendig, um die Bedingungen der KfW-Förderung zu erfüllen, denn es werden ausschließlich solche Ladestationen bezuschusst, deren Strom aus erneuerbaren Energien stammt. Ob der aus einer eigenen Fotovoltaik-Anlage kommt oder von Anbietern wie der EAM bezogen wird, ist dabei nicht entscheidend.

Doch Fotovoltaik-Anlagen werden laut Hübner ohnehin beliebter. „Im Altkreis Hofgeismar wurden mit 73 neuen Anlagen in diesem Jahr mehr als doppelt so viele angeschlossen als im Vorjahr.“ Damals seien es 34 gewesen.

Die Förderung spricht aber nicht alle Privatleute an, weil nicht jeder die Mittel hat, sein E-Auto zuhause zu laden, sagt Dirk Lindemann, Bauamtsleiter der Stadt Hofgeismar. „Wir wollen deshalb bei den öffentlichen Ladesäulen anpacken“, sagt er.

2889 Elektroautos sind im Landkreis Kassel zugelassen

Im Landkreis Kassel gibt es immer mehr Elektroautos, wie die Kfz-Zulassungsstelle von Kreis und Stadt Kassel berichtet. Ende des Jahres 2018 waren 1054 Elektrofahrzeuge im Landkreis zugelassen, 2019 waren es 1654 – eine Steigerung um 63 Prozent.

Stand 1. November sind es bereits 2889 E-Autos, was eine Steigerung um 74 Prozent bedeutet. Zu beachten ist, dass in diesen Zahlen auch Fahrzeuge wie Hybrid-Autos berücksichtigt werden, die nicht komplett elektrisch fahren. (Jan Trieselmann)

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