Feuer vernichtet Spuren

Ermittlungen bei Bränden sind für die Polizei oft schwierig

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Brand in Langenthal: Dieses Haus fiel am 30. Dezember 2019 den Flammen zum Opfer.

Ein Holzschuppen brennt, das Feuer beschädigt zwei Wohnhäuser in Vernawahlshausen. Ein Haus in Langenthal fällt den Flammen zum Opfer. Ein Mann stirbt bei einem Schwelbrand.

Das sind nur drei von zahlreichen Beispielen für Brände von Häusern und Wohnungen im Kreisteil Hofgeismar.

Die Ermittler der Polizei stehen in solchen Fällen oft vor einer schwierigen Aufgabe. Es ist mitunter nicht einfach, die Brandursache festzustellen. Dazu gehöre auch der Fall des komplett abgebrannten Hauses in Langenthal. „Es gibt Situationen, da müssen die Beamten mithilfe des Ausschlussprinzips arbeiten“, erklärt Ulrike Schaake, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Nordhessens. Das bedeutet: Einzelne Brandursachen werden zunächst ausgeschlossen, bevor sich andere Auslöser als wahrscheinlicher darstellen. Eingestürzte Wände, Löscharbeiten und Witterungen erschweren für die Ermittler die Ursachenfeststellung.

13 Wohnungs- und Häuserbrände gab es 2019 im Kreisteil Hofgeismar

Als Ursache für die Brände gibt die Polizei am Ende oft fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung an. Auch technische Defekte gehören dazu. „Die Zahlen der genannten Ursachen liegen in den vergangenen zwei Jahren im gleichen Bereich. Es zeichnet sich kein Auslöser als besonders häufig ab“, sagt Schaake.

Wie viele Verletzte oder sogar Todesopfer es durch Hausbrände gibt, kann die Polizei nicht beziffern, da es keine statistische Erfassung gibt. Auch, ob die Geschädigten eher dem Feuer oder den Rauchgasen zum Opfer fallen, können Polizei und Feuerwehr nicht pauschal beantworten. Insgesamt mussten Feuerwehren im Kreisteil Hofgeismar 2019 zu 13 Wohnungs- und Hausbränden ausrücken. Im Jahr 2018 waren es sogar 30, wie Ulrike Schaake mitteilt. In der Statistik seien auch kleinere Brände erfasst, bei denen geringere Schäden in oder an den Gebäuden entstanden sind.

Wie viele Häuser nach einem Brand nicht mehr bewohnbar sind, darüber gibt es ebenfalls keine Auskunft. „Einen Fall, wie wir ihn bei dem Haus in Langenthal haben, ist eher selten“, sagt Schaake allerdings. Oft genüge eine Belüftung durch die Feuerwehr, damit die Bewohner in die Häuser zurückkehren könnten.

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