Neuer Hofgeismarer Verwaltungschef

Erst Kuchen, dann Unterschriften: Start im Rathaus für Bürgermeister Torben Busse

Bürgermeister Torben Busse am Schreibtisch im Rathaus Hofgeismar
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Ein Stapel Briefe und Mappen: Torben Busse am Montag an seinem Schreibtisch im Hofgeismarer Rathaus. Den Weihnachtsstern hatte der neue Bürgermeister zur Vereidigung geschenkt bekommen.

Als Torben Busse am Montagmorgen sein Büro betrat, konnte er unschwer erkennen, dass er jetzt quasi der Kapitän im Hofgeismarer Rathaus ist.

Hofgeismar - „Welcome on Board“ (Willkommen an Bord) hieß es auf einer Torte, die ihm Mitarbeiter organisiert hatten. Und im Amtszimmer des neuen Bürgermeisters wartete schon das Steuerruder auf ihn, das ihm Ehrenbürgermeister Heinrich Sattler noch am Wahlabend überreicht hatte.

Überhaupt stand der erste Arbeitstag im Rathaus des 45-jährigen Hümmers ganz im Zeichen von Willkommensgrüßen – und von guten Wünschen. Schon frühmorgens hatte er diese von seiner Familie mit auf den Weg bekommen. „Mein Großer sagte: Viel Spaß, Papa!“, berichtet Busse und lächelt. Dann, als er auf dem Rathausparkplatz aus dem Auto stieg, hatten ihn Passanten mit einem „Jetzt geht´s los“ und aufmunternden Worten begrüßt. Und später am Vormittag habe er eine sehr freundliche Kennenlernrunde durchs Rathaus erlebt, schildert Busse.

Wobei Kennenlernen in vielen Fällen vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist. Aus seiner langen Zeit in der Kommunalpolitik und privaten Gelegenheiten kennt Busse nämlich viele der Mitarbeiter bereits. Bei der Stadt Hofgeismar habe man ein gutes Team, es gebe viel Fachkompetenz, lobt er. „Man merkt schon am ersten Tag: Das passt.“

Doch Kuchenessen und Kennenlernen war natürlich nicht das einzige, was für Torben Busse am Montag auf dem Programm stand. Die ersten Unterschriften als Bürgermeister hat er auch schon geleistet. Ein ganzer Stapel Glückwunschkarten für Jubilare aus der Stadt wartete auf seinem Schreibtisch – und eine Mappe mit Themen. „Das erste Geld habe ich schon ausgegeben“, sagt Busse und lacht, nachdem er seine Unterschrift unter einen Auftrag für Bordsteinsanierung gesetzt hat. Viele weitere werden folgen.

Erst einmal gilt es für ihn, sich in die Abläufe einer Verwaltung einzuarbeiten bei einer Stadt wie Hofgeismar, die insgesamt 224 Mitarbeiter zählt. Dafür will er sich mit anderen austauschen, Informationen einholen. Mit dem Ersten Stadtrat Günter Ebel hatte sich der neue Bürgermeister zwischen den Jahren kurzgeschlossen. Diese Woche stehen dann einige Termine wie eine Videokonferenz zu den Kreiskliniken auf der Agenda, für nächste Woche ist eine Magistratssitzung angesetzt.

Und über die aktuellen Finanzzahlen wird sich Busse mit seinem Team in diesen Tagen ebenfalls einen Überblick verschaffen. Dies wird durch die Auswirkungen der Coronapandemie noch von vielen unsicheren Variablen geprägt sein, genauso wie andere Bereiche, die er als Verwaltungschef im Blick haben muss, etwa den Betrieb der städtischen Kindergärten in diesen Zeiten, wo mehr als ein Viertel der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt ist.

Doch noch muss Torben Busse wohl erst einmal ein wenig ankommen im neuen Amt. Zwar sei er bestimmt schon hunderte Male als Kommunalpolitiker zum Rathaus gefahren, und er sei auch schon einige Male im Bürgermeisterbüro zu Besprechungen gewesen. „Aber auf dem Stuhl hier sitze ich heute zum ersten Mal“, sagt er und lacht wieder.

Etwas surreal sei das noch, genauso wie morgens die Ankunft am Rathaus: „Das ist jetzt sechs Jahre dein Parkplatz“, habe er sich dabei gedacht. Auch noch eine etwas fremde Vorstellung. Aber daran wird sich Torben Busse sicher schnell gewöhnen. (Matthias Müller)

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