Mitarbeiter auf kilometerlangen Touren

Hofgeismar testet E-Bike für den Bauhof

Unterwegs mit Sense und Radkutsche: Bauhofmitarbeiter Peter Bollerhey (rechts) testet das E-Lastenrad in der Praxis. Neugierig auf seine Erfahrungen waren (von links) Bürgermeister Torben Busse, Bauhofleiter Manfred Falkenhain und Michaela Mayer, Fachdienstleiterin Nahmobilität und Sport beim Landkreis Kassel.
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Unterwegs mit Sense und Radkutsche: Bauhofmitarbeiter Peter Bollerhey (rechts) testet das E-Lastenrad in der Praxis. Neugierig auf seine Erfahrungen sind (von links) Bürgermeister Torben Busse, Bauhofleiter Manfred Falkenhain und Michaela Mayer, Fachdienstleiterin Nahmobilität und Sport beim Landkreis Kassel.

Die Stadt Hofgeismar testet alternative Fahrzeugantriebe - jetzt auch mit einem Lastenfahrrad beim Bauhof.

Hofgeismar – Wenn Peter Bollerhey sich mit seiner Motorsense auf den Weg macht, dann muss er bei seinen täglichen 20 bis 30 Kilometer langen Touren etwas weniger schleppen und laufen. Denn fast zwei Wochen lang testet der Bauhofmitarbeiter der Stadt Hofgeismar ein Lastenfahrrad mit Elektroantrieb.

Kurvenfahren anfangs schwierig

Das erspart ihm nicht das Mittreten, aber erleichtert vor allem die Bergfahrten erheblich, denn mit der Ladefläche erlaubt das 74 Kilogramm schwere Lastenrad 300 Kilogramm Zuladung einschließlich Fahrer. „Da kommt was zusammen, das merkt man schon. Am Anfang war es etwas holprig, vor allem das Kurvenfahren mit diesem Gewicht. Aber jetzt geht es schon viel besser“, berichtet Bollerhey.

Testangebot

Die Stadt Hofgeismar nutzt das Fahrzeug im Rahmen eines Tests, den der Landkreis Kassel seinen Kommunen angeboten hat über die Aktion „Radfahren neu entdecken: Bauhoflastenräder“ der Initiative der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH). Hofgeismar ist die erste Stadt, die sich gemeldet hat und das Angebot nutzt.

„Wir haben das E-Lastenrad für vier Wochen und freuen uns, dass die Stadt Hofgeismar unser Angebot zu einem echten Praxistest aufgegriffen hat“, betont Michaela Mayer, Fachdienstleiterin Nahmobilität und Sport beim Landkreis Kassel. Weitere Kommunen könnten sich noch melden, die Frist läuft aber in wenigen Tagen ab.

Hilfe am Berg

Mit dem Lastenrad transportiert Bollerhey Werkzeuge, Gartengeräte wie die Motorsense und gesammelten Müll. Peter Bollerhey hat wenig auszusetzen. Wenn man mehrfach am Tag den Krankenhausberg hochfahren müsse, entlaste der Motor schon sehr. Auch das Anfahren am Berg mit dem schweren Fahrzeug werde stark erleichtert Manchmal hätte er sich da schon noch mehr Motorleistung gewünscht. „Und die Hinterachse könnte weiter nach hinten, da das Lastenrad bei schwerer Beladung vorne gerne hochgeht“. Auch einen anderen Sattel fände er gut.

Tauglichkeit bewiesen

Bürgermeister Torben Busse und Bauhofleiter Manfred Falkenhain zogen bereits ein positives Fazit. Das E-Lastenrad mache Sinn in allen Fällen, wo ein Pkw oder Lkw überdimensioniert sei. Es sei robust und habe seine Alltagstauglichkeit unter Beweis gestellt. Und grundsätzlich sei man sehr interessiert an umweltfreundlichen Fahrzeugen für den Bauhof.

„Als nächsten Schritt wollen wir gerne noch andere Systeme testen“, erklärte Bürgermeister Busse, der gerne auch seinen Kollegen in den anderen Städten und Gemeinden von den Erfahrungen berichten will.

Kommunen, die das E-Lastenrad ebenfalls in der Praxis testen wollen, können sich an den Fachdienst Nahmobilität und Sport beim Landkreis Kassel wenden. (Thomas Thiele)

Ansprechpartnerin ist Michaela Mayer, Telefon 0561/1003 2533 oder Mail an michaela-mayerlandkreiskassel.de

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