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Evangelische Altenhilfe investiert über 20 Millionen Euro in neue Gebäude

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Von: Thomas Thiele

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Link die geschlossene Wäscherei, in der Mitte die örtliche Verwaltung, rechts das Theodor-Weiss-Haus und dahinter das Andreas-Möhl-Haus. Foto aus Richtung Kabemühlenweg
Zentraler Platz: Die bereits geschlossene Wäscherei (links) und die örtliche Verwaltung (Mitte, sie zieht in das Gebäude rechts daneben um) werden abgebrochen. ) An ihrer Stelle wird sich der erweiterte Park erstrecken. Die denkmalgeschützten Gebäude Theodor-Weiss-Haus (rechts) und Andreas-Möhl-Haus (hinten, mit Türmchen) bleiben erhalten. Das Foto entstand aus Richtung Kabemühlenweg. © Thomas Thiele

In den nächsten drei Jahren wird sich der Anblick des Geländes der Altenhilfe am Gesundbrunnen in Hofgeismar deutlich verändern.

Hofgeismar – Auf neue Ausblicke müssen sich Passanten und Anwohner am Kabemühlenweg in Hofgeismar einstellen. Entlang der Straße wird das Unternehmen fünf Gebäude abbrechen und stattdessen zwei neue errichten, damit aber gleichzeitig auch einen größeren zentralen Park und bessere Durchblicke im Gelände schaffen.

Das Else-Steinbrecher-Haus
Nicht mehr zeitgemäß: Das 1982 sehr verwinkelt gebaute Else-Steinbrecher-Haus war einmal modern, ist aber zu ineffektiv und zu kostspielig im Betrieb. Es wird ebenfalls abgebrochen, auf der Freifläche wird dann der Park erweitert. © Thomas Thiele
Grafik des Geländes der Altenhilfe von oben mit aktuellem Zustand
Zustand jetzt: Die beiden Y-förmigen Gebäude oben links und die drei darunter werden abgebrochen um Platz für Park und Neubauten zu schaffen. Die roten Gebäude sind denkmalgeschützt. Grafik: Baufrösche Kassel © Baufrösche Kassel
Grafik der Altenhilfe von oben mit zukünftigem Zustand
Künftiger Zustand: Die Neubauten links sind sehr kompakt. Durch die Abbrüche kann der Park neu gestaltet werden, Café und Festhalle werden modernisiert. Am Eingang entsteht ein neuer Parkplatz. Grafik: Baufrösche Kassel © Baufrösche Kassel

Auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten hatte die Altenhilfe alle rund 15 Bauten in dem Hofgeismarer Quartier auf ihr Potenzial untersucht, wie jetzt die Geschäftsführer Dr. Jochen Gerlach (theologischer Vorstand) und Ralf Pfannkuche (kaufmännischer Virstand) gemeinsam mit dem Verwaltungsleiter des Zentrums in Hofgeismar, Klaus Vering, der Gebäudemanagerin Becker und dem Architeklten Uwe Hoegen (Baufrösche Kassel) in einem gemeinsamen Pressegespräch vorstellten.

Ralf Pfannkuche Kaufmännischer Vorstand
Ralf Pfannkuche Kaufmännischer Vorstand © Thomas Thiele
Dr. Jochen Gerlach Theologischer Vorstand
Dr. Jochen Gerlach Theologischer Vorstand © Thomas Thiele

Da die 100 und mehr Jahre alten Bauten aus der Gründungszeit des damaligen „Hessischen Siechenhauses“ meist unter Denkmalschutz stehen, wurden vor allem das Else-Steinbrecher-Haus (erbaut 1982) und das Neue Brunnenhaus (erbaut ab 1975) genauer geprüft.

Bei beiden wäre eine Sanierung teurer geworden als ein Neubau und weniger energieeffizient, worauf es heute sehr ankomme. Man habe deshalb beschlossen, beide an dieser Stelle ersatzlos abzutragen und einen gemeinsamen Neubau zu erstellen. Dieser entsteht in zwei Etappen entlang des Kabemühlenweges, wo sich früher die Gärtnerei und jetzt Parkplätze, Rasenflächen und Teile der Wäscherei und der örtlichen Verwaltung befinden. Diese werden bereits ab Mai dieses Jahres ersatzlos abgebrochen. Die Verwaltung zieht in das benachbarte Wohnhaus am Gesundbrunnen um, wo gerade schon ein neuer zentraler Parkplatz entsteht. Die Wäscherei wurde schon Anfang November geschlossen, alle Wäsche wird jetzt extern gereinigt. Abgebrochen wird ganz am Schluss auch der alte Zentralküchenbau. Auf eine eigene Küche, so erklärte Pfarrer Jochen Gerlach, wolle man nicht verzichten. Sie wird im Untergeschoss des zweiten Neubaus Platz finden.

 Verwaltungsleiter Klaus Vering hier erläutert mit Grafik neue Bebauung
Die beiden Wohnbauten, die Verwaltungsleiter Klaus Vering hier erläutert, nehmen auch die neue Küche auf. Innenhöfe sollen für Orientierung und Windschutz sorgen. © Thomas Thiele

Die beiden Neubauten werden als Atriumhäuser jeweils einen nicht überdachten Innenhof erhalten, der Licht hineinlässt, den Bewohnern Gänge im Grünen und einen Schutz vor eisiger Zugluft bietet und zudem ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit. Das verfolgt auch das von Architekt Uwe Hoegen erarbeitete Baukonzept: Anstelle der langen Wege in den einst modernen, aber sehr ineffektiven Gebäuden der 1980er Jahre, werden die beiden Neubauten sehr kompakt ausfallen und kurze Wege bieten und eine ständige Personalpräsenz ermöglichen. Zudem bietet die quasi kreisförmige Anordnung der Zimmer den Vorteil, dass demenzkranke Patienten bei ihren Spaziergängen niemals auf Sackgassen stoßen, sondern im Kreis stets weitermarschieren können.

Durch die Neubauten werden Einzel- und Doppelzimmer für 170 Bewohner in 150 Einzelzimmer verwandelt. Die Abbrüche erfolgen erst, wenn die Neubauten fertig sind, es gibt so einen fließenden Übergang. Der Ersatzbau für das Else-Steinbrecher-Haus bietet 90 Zimmer in drei Wohnbereichen für jeweils 30 Personen, der zweite Neubau erhält zwei Wohnbereiche mit 60 Zimmern.

Die Schule für Pflegeberufe wird in das zu sanierende Albert-Klingender-Haus umziehen und rückt so mehr ins Zentrum. Auch Café und Festhalle werden saniert. (Thomas Thiele)

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