Erneut steht ein Superwahlsonntag an

Fast 200.000 Wähler können am 14. März im Landkreis Kassel abstimmen

Ein Wahlzettel wird in eine Wahlurne geworfen
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Stimmabgabe: Fast 200 000 Menschen im Kreis Kassel sind am 14. März wahlberechtigt.

Mit Blick auf die Kommunalwahl am 14. März kann man im Landkreis Kassel schon wieder von einem Superwahlsonntag sprechen.

Kreisteil Hofgeismar - Erst im November hatten an einem Tag gleich neun Bürgermeisterwahlen im Kreis stattgefunden. Nun sind bei der Kommunalwahl rund 195.000 Wahlberechtigte aufgerufen, einen neuen Landrat, den Kreistag sowie die Parlamente und Ortsbeiräte in den 28 Städten und Gemeinden zu wählen.

Von dieser Größenordnung geht das Wahlamt des Landkreises aktuell aus, erklärte ein Kreissprecher auf HNA-Anfrage. Die genaue Zahl kann sich bis zum Wahltag, etwa durch Umzüge oder Sterbefälle, noch ändern.

Besonderes Augenmerk liegt in der Pandemie auf der Möglichkeit, per Briefwahl abzustimmen. Wählen darf am 14. März grundsätzlich jeder, der volljährig ist, eine deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft besitzt und seit mindestens sechs Wochen im Landkreis Kassel lebt, heißt es vom Landkreis weiter.

Die 81 Sitze im Kreistag sind für fünf Jahre zu vergeben. Genauso lange dauert die Amtszeit der Mandatsträger in den Stadtverordnetenversammlungen oder Gemeindevertretungen.

Wie viele Sitze es dabei zu verteilen gibt, hängt von der Größe der Kommunen ab. In der Gemeinde Calden, die in die Kategorie 5001 bis 10.000 Einwohner fällt, sind es beispielsweise 31, schreibt die Hessische Gemeindeordnung vor. Hofgeismar als größte Stadt im Kreisteil gehört dagegen zur Kategorie 10.000 bis 25.000 Einwohner, womit 37 Sitze zur Wahl stehen.

Dort gibt es auch eine der interessantesten Personalien: Neu-Bürgermeister Torben Busse tritt als Spitzenkandidat für die CDU für die Stadtverordnetenversammlung an – obwohl er ein Mandat im Parlament im Fall einer Wahl nicht annehmen wird, wie er betont.

Neben solchen spezifischen Themen für einzelne Kommunen steht als übergeordnetes Thema die Finanzlage im Raum – gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise. Und auch Themen wie Windkraft, Verkehrsprojekte wie die Kurve Kassel und die Aufgabe der Digitalisierung strahlen auf mehr als eine Kommune aus. Zusätzlich zu den oben genannten Wahlen wird am 14. März auch ein Ausländerbeirat im Landkreis gewählt. (Matthias Müller)

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