Feuerwerk: Eigenverantwortlichkeit statt Kontrolle

Hofgeismar. Während sich die meisten Menschen im Kreisteil schon auf das Feuerwerk an Silvester freuen dürften, sorgen sich viele Fachwerkhaus-Besitzer.

Gerade in den Altstädten wie in Hofgeismar ist die Brandgefahr groß. In unmittelbarer Nähe von Fachwerkhäusern ist das Zünden von Böllern und Raketen deshalb verboten. Kontrolliert wird das aber nicht: „Das können wir personell nicht leisten“, sagt Daniela Pfeiffer, vom Ordnungsamt der Stadt.

Mitarbeiter sind lediglich auf dem Markplatz anwesend, wo die Stadt eine Silvester-Party veranstaltet. Hier gibt es eine Sonderregelung: Wegen der vielen Menschen ist hier privates Feuerwerk grundsätzlich verboten.

Besonders die Evangelische Kirche ist in der Silvesternacht in Sorge, da sie viele Gebäude in der Altstadt hat. „Wir wollen aber keine Spaßbremse sein“, sagt Dekan Wolfgang Heinicke. „Feuerwerk gehört schließlich zu Silvester dazu.“ Er will in der Nacht wachsam bleiben. Bis auf verstopfte Dachrinnen sei aber durch das Feuerwerk bisher noch nichts passiert.

Dass „erstaunlich wenig“ passiert ist, bestätigt auch Wolfgang Finis, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Hofgeismar. Er empfiehlt, Raketen auf freien Flächen und nicht in Richtung von Dächern zu zünden. „Zudem sollten sie sachgemäß benutzt werden“

Nach dem Sprengstoffgesetz darf in „unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern“ nicht geböllert werden. „Was die unmittelbare Nähe genau ist, steht aber nicht im Gesetz“, sagt Pfeiffer.

Seitdem bei einer Änderung 2009 auch Fachwerkhäuser in das Gesetz aufgenommen wurden, ist Feuerwerk in großen Teilen der Hofgeismarer Altstadt verboten - „vor allem in den schmalen Gassen.“ Für die Wahl geeigneter Orte könne nur an die Vernunft appelliert werden.

Rubriklistenbild: © Lawatzki

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