Brandschutz in Hofgeismar gewährleistet

Frauen sichern Wehren im Kreis die Einsatzbereitschaft

Hofgeismar. In Bad Karlshafen und Immenhausen gibt es weniger Feuerwehrleute als eigentlich dort aktiv sein müssten, um die Sollzahlen der Einsatzkräfte zu erreichen.

Dies geht aus einer Aufstellung des Landkreises hervor. Der Brandschutz sei aber dennoch gewährleistet, sagt Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek auf Anfrage unserer Zeitung.

Mehr Sorgen als die Sollzahlen bereiten dem obersten Feuerwehrmann des Kreises die kleinen Orte, abseits der größeren Städte. Dort seien oftmals die aktiven Feuerwehrleute tagsüber an ihrem Arbeitsplatz oft mehrere -zig Kilometer entfernt – und stünden beim Brandeinsatz deshalb nicht sofort zur Verfügung. Die gesetzliche Vorgabe, dass jede Wohnsiedlung binnen zehn Minuten von mindestens sechs Einsatzkräften erreicht werde, sei aber überall erfüllt. Und auch die Vorgabe, dass im weiteren Verlauf genügend Feuerwehrleute am Einsatzort seien, könne man erfüllen. Dort wo die örtliche Wehr klein sei, hätte man Einsatz- und Alarmierungspläne erarbeitet, die dies gewährleisten.

Glücklicherweise, so Mazassek gebe es inzwischen auch genügend Frauen, die sich in den Wehren engagieren. Erfahrungsgemäß würden mehr Frauen als Männer wohnortnah oder nur halbtags arbeiten, sind also im Fall des Notfalles häufiger im Ort.

Ein großes Lob hat Mazassek für die Gemeinden im Kreisteil Hofgeismar parat. Die Ausrüstung der Wehren sei gut – trotz des Sparkurses der dort seit Jahren gefahren wird. Aber, so der Kreisbrandinspektor: „Brandschutz ist ja auch eine Pflichtaufgabe.“

Vor einer Zusammenlegung von Wehren, um beispielsweise Gebäudekosten zu sparen, warnt der Kreisbrandinspektor. Wegen der Zehn-Minuten-Frist sei dies vielfach gar nicht möglich. Außerdem seien die Wehren in vielen Orten nicht nur für Brandschutz zuständig, sondern auch Teil des dörflichen Lebens.

Wie sieht es in den Kommunen  aus?

Wie viele Einsatzkräfte muss eine Feuerwehr haben? Es kommt auf die Gegebenheiten eines Ortes an, sagt Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek. Die Einwohnerzahl ist dabei nur ein Faktor. Die vorhanden Betriebe, Einrichtungen wie Seniorenheime und Kliniken spielen auch eine Rolle. Daraus berechnet sich dann der Fahrzeugbedarf einer Wehr und die Sollstärke der Einsatzkräfte. Diese Sollstärke erfüllen Calden (152 Prozent), Grebenstein (120), Hofgeismar (141), Liebenau (171), Oberweser (107) Reinhardshagen (110), Trendelburg (129) und Wahlsburg (106). Nur Immenhausen (95) und Bad Karlshafen (86,5) liegen darunter.

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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