Bürger skeptisch gegenüber Windkraftanlage

Friedenseiche: Wenig Platz für Windräder

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Naturdenkmal: Die Friedenseiche wurde 1871 gepflanzt und ist weithin sichtbar.

Hofgeismar. Die Idee, an der Friedenseiche in Hombressen ein Windrad zu errichten, wird von vielen Bürgern sehr skeptisch aufgenommen.

Die Stadt Hofgeismar lud zu einem Informationsabend ein, um über den Stand der Dinge zu informieren.

Momentan liegt nur ein einziger Antrag vor, in der Nähe der Friedenseiche in Hombressen eine Windenergieanlage zu errichten. Doch sollte dieser Antrag genehmigt werden, könnten weitere folgen.

„Zurzeit liegt der Teilregionalplan der Landesregierung vor, die ihn frühestens 2017 genehmigen oder ablehnen kann“, erklärte Detlef Schmidt vom Büro für Freiraum- und Landschaftsplanung aus Grebenstein. Er ist von der Stadt Hofgeismar beauftragt worden, einen Bebauungsplan für das prominente Areal zu erstellen. Schmidt erklärte, in welchen Schritten ein Genehmigungsverfahren abläuft und stand den etwa 70 Anwesenden für Fragen zur Verfügung.

Er betonte, wie wichtig es sei, das Naturdenkmal Friedenseiche zu schützen und dass die Blicke darauf nicht durch irgendwelche Bauten weggelenkt werden dürften. „Dieser Standort ist von unseren Vorfahren nicht umsonst gewählt worden. Die Menschen verbinden mit dem Naturdenkmal den Frieden von 1871.“

Bebauung schwierig

Eine Bebauung auf dem Warthübel sei ohnehin schwierig, da dort nicht nur viele unterschiedliche Grundbesitzer mitsprechen könnten, sondern das Gebiet zudem zahlreiche archäologische Fundstellen aufweise. „Es bleibt nicht mehr viel Platz übrig“, so Schmidt.

Dennoch hätten die Betreiber von Windenergieanlagen ein hohes Interesse daran, auch dort Windräder aufzustellen. „Es ist nicht unüblich, dass zig-tausend Euro Pacht für solche Flächen gezahlt werden“, erklärte der Planer.

Einer der Anwesenden, Hans-Jürgen Schwabe, stellte die Frage, was passieren würde, wenn jemand in einer Nacht- und Nebelaktion einfach den Baum fällen würde. Detlef Schmidt sagte daraufhin: „Es geht nicht um den großen Baum – es geht um das Symbol. Da wird sofort eine neue Eiche gepflanzt werden.“

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