Dachsanierung dauert länger

Ganzjahresbad am Park in Hofgeismar öffnet voraussichtlich erst im November

Großbaustelle: Das gesamte Dach des Bad am Park in Hofgeismar wird saniert. Im Vordergrund sind Teile der Lüftungsanlage zu sehen.
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Großbaustelle: Das gesamte Dach des Bad am Park in Hofgeismar wird saniert. Im Vordergrund sind Teile der Lüftungsanlage zu sehen.

Die zunächst für Anfang August und dann für September vorgesehene Wiedereröffnung des Ganzjahresbades am Park (BAP) in Hofgeismar wird sich weiter verzögern.

Hofgeismar – Als Fertigstellungstermin wird laut Rathaus nun Ende Oktober, auf der Homepage der Stadt sogar Mitte/Ende November angepeilt. Hauptgrund sind aktuell die Lieferprobleme bei zusätzlich benötigten Baumaterialien. Das ganze Projekt war sehr eng getaktet und hätte auch funktioniert, wenn nicht zusätzliche Arbeiten nötig geworden wären.

Unter anderem waren die Feuchtigkeitsschäden am Holz der Dachkonstruktion umfangreicher als gedacht. Das konnte man aber erst nach dem Öffnen des Daches feststellen. So mussten zusätzliche Balkenköpfe neu angefertigt werden. Hinzu kam (wie berichtet) der Unfall eines Lkw, bei dem zahlreiche Metallprofile für die Dachhaut beschädigt und neu angefertigt werden mussten. Allein das kostete sechs zusätzliche Wochen.

Weil bei der Dachkonstruktion erst ein Gewerk abgeschlossen sein muss, bevor das nächste beginnen kann, verschoben sich die Arbeiten weiter. „Es waren keine Riesenprobleme, aber da fast bei jedem Gewerk noch zusätzliche Arbeiten nötig wurden, addiert sich das alles“, erklärt Bürgermeister Markus Mannsbarth auf Nachfrage der HNA.

Widerstandsfähige Stoffe bei der Materialauswahl

Die für Ende Oktober angepeilte Wiedereröffnung des seit März geschlossenen Schwimmbades sei nicht ausgeschlossen, aber ein anspruchsvolles Ziel, umschrieb Mannsbarth die Situation. Dass bei der Planung und der Ausführung der Sanierung Fehler gemacht wurden, die für die Verzögerungen sorgten, wies der Bürgermeister zurück. Auch bei der Materialauswahl habe man diesmal widerstandsfähigere Stoffe ausgesucht, damit sich die Schäden durch Feuchtigkeit nicht wiederholen.

Bei den Bauarbeiten habe man an vielen Stellen bemerkt, dass vor über 20 Jahren bei Planung und Bau des Ganzjahresbades falsches Material und falsche Dimensionierungen gewählt wurden. Das werde nun korrigiert.

In der aktuellen Situation kommt hinzu, dass die ursprünglich bestellten Baumaterialien zwar pünktlich und ausreichend geliefert wurden. Aber das jetzt zusätzlich benötigte Material könne von den Herstellern aufgrund der Coronaeinschränkungen und hoher Nachfrage nach Baustoffen nicht so schnell geliefert werden, erläutert Bauamtsleiter Dirk Lindemann: „Bei dem, was nicht schon vor der Coronakrise produziert war, gibt es zunehmend Lieferprobleme.“

Kosten für Sanierung steigen auf 2,2 Millionen Euro

Nachdem die Leimbinder repariert oder ausgetauscht wurden, wurden darüber die teilweise neu bestellten und neu gefertigten Trapezbleche montiert. Eingebaut wird derzeit eine energetische Abdichtung aus Schaumstoffblöcken, die mit flüssigem Bitumen verklebt werden und nach Herstellerangaben kein Wasser aufnehmen sollen.

Der Stadt sei es wichtig, dass genau gearbeitet werde und nicht neue Schäden vorprogrammiert werden. Man wolle nach dem Abschluss der Arbeiten nun möglichst lange Ruhe auf dieser Baustelle haben.

Die Kosten für die Sanierung sind vor allem durch Arbeiten am Rutschenturm und im Duschbereich um 300 000 Euro auf 2,2 Millionen Euro gestiegen. Die Stadtverordneten stimmten dem am Montag zu. Das Geld wird durch Einsparungen bei Grundstücksankäufen aufgebracht. (Thomas Thiele)

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