Garnisonsgalerie: Kostenverteilung wird verhandelt

Die Garnisonsgalerie: Der Parkplatz ist sehr schräg, das soll sich ändern. Statt Aldi könnte DM einzihen, offiziell bestätigt die Drogeriekette das aber noch nicht.

Hofgeismar. „Der Standort Garnisonsgalerie wird mittelfristig nicht so existieren können", sagt Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth (SPD).

Er zitiert damit ein Gutachten. Denn der Discounter Aldi suche schon länger einen neuen Standort mit mehr Fläche. Ohne Aldi würde der Galerie ein wichtiger Mieter fehlen.

Doch mit dem Plan, der jetzt auf dem Tisch liegt, könnten am Ende alle profitieren: Aldi, die Garnisonsgalerie und ihre Mieter, die Drogerie DM und die Stadt. Sogar der Innenstadt könnte es nutzen, glaubt Peter Nissen, SPD-Stadtverbandschef. Denn das Gelände sei so zentrumsnah, dass die Kunden der Garnisonsgalerie zum Einkaufen auch in die Innenstadt kämen.

Damit sind offenbar die Bedenken vom Tisch, die die SPD bei anderen Standorten hatte: Eine DM-Ansiedlung beispielsweise an der Industriestraße hatte sie verhindert, weil man kein Nebenzentrum stärken, also der Innenstadt die Kunden abspenstig machen dürfe.

Den Standort Manteuffel-Anlage loben dagegen CDU sowie SPD - und ringen um die Deutungshoheit: Die Christdemokraten sehen eine „bereits vor Jahren von der CDU aufgestellte Forderung erfüllt“, die Sozialdemokraten betonen, dass sie schon „lange in der Spur waren“.

Die Umsetzung ist allerdings nicht ganz so einfach: Denn die Begradigung des Parkplatzes ist aufwendig. „Das sind fast zwei Meter, die abgetragen werden müssen“, sagt Mannsbarth. Das Gelände gehört der Stadt, die aber natürlich keine Interesse daran hat, hier Unsummen auszugeben - zumal die angrenzenden Geschäfte ja die direkten Profiteure sind. Und so wird über die Kostenverteilung noch verhandelt.

Geklärt ist dagegen offenbar schon die Denkmalschutzfrage: Das Wirtshaus nahe dem der Discounter bauen will, sei zwar Einzelkulturdenkmal. Aber angesichts der Vorteile für die Stadt habe der Denkmalbeirat Zustimmung signalisiert.

Die CDU will die Angelegenheit dagegen möglichst schnell ins Parlament bringen: Sie hat einen Antrag gestellt, den Bebauungsplan zu ändern und die Anbindung an den Kreisel zu erörtern.

Auf jeden Fall werde man am Ende niemanden „hinten runterfallen lassen“, kündigt Mannsbarth an. Für den Imbiss, der im Falle eines Parkplatzumbaus verschwinden muss, werde man einen neuen Standort finden. Und auch für das frühere Hild-Gelände in Hofgeismar werde man eine Lösung finden. Das hatte die CDU als DM-Standort ins Spiel gebracht. Die Genehmigung sei aber zu kompliziert gewesen. „Aber auch da unten wird was passieren“, sagt Mannsbarth.

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