Gasthaus zum Stern in Hümme: Zechpreller ließ Fernseher mitgehen

Hofft auf Hinweise auf den Zechpreller: Willi Busch in seinem Gasthaus Zum Stern. Archivfoto: Lawatzki

Hofgeismar. Dass ihm einmal so etwas passieren würde, habe er sich nie vorstellen können, sagt Wilhelm Busch empört. Seit fast 40 Jahren betreibt der Hotelier das Gasthaus „Zum Stern“ in Hümme.

Neben einer Gastwirtschaft bietet er auch Übernachtungsmöglichkeiten in Einzel- und Doppelzimmern an.

Zwischen Donnerstag und Dienstag, 10. und 15. März, hatte er ein solches Einzelzimmer einschließlich Frühstück an einen Gast aus Bremervörde vermietet. „Ein ganz unauffälliger Typ mit sehr hellen Haaren“, erinnert sich Busch: „Er war immer höflich und zuvorkommend.“ Unter anderem gab der Besucher an, gemeinsam mit Freunden eine Beerdigung in Grebenstein besuchen zu wollen. Zu diesem Zweck hatte er für die Nacht von Montag auf Dienstag ein zusätzliches Doppelzimmer gebucht. Angekommen sind die weiteren Gäste jedoch nicht und auch die besagte Beerdigung fand nicht statt.

Stattdessen reiste der Besucher unbemerkt in der Nacht zu Dienstag aus Hümme ab. Ohne zu bezahlen, dafür mit zwei Flachbildfernsehern und den beiden Zimmerschlüsseln im Gepäck. Insgesamt ist Busch ein Schaden von rund 1000 Euro entstanden. Besonders verärgert ist der Gastwirt über den Verlust der Schlüssel. Diese seien Teil einer hauseigenen Schließanlage gewesen, so der Hotelier. „Wenn wir jetzt die Schlösser nicht wechseln, müssen wir befürchten, dass er jeder Zeit wieder bei uns auftaucht und uns die nächsten Zimmer leer räumt.“

Von dieser Erfahrung will sich Busch aber nicht nachhaltig beeindrucken lassen. Den Vorfall meldete er bereits der Polizei Hofgeismar. Diese hat die Ermittlungen aufgenommen. Busch plant auch, den Gaststättenverband zu informieren. Doch bedeute so ein Geschehen immer einen Vetrauensvorlust. „Den nächsten Gast werde ich vielleicht etwas kritischer beäugen. Und das ist das eigentlich Ärgerliche: Dass es nun andere ausbaden müssen.“

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