Liebenau, Oberweser und Immenhausen vergleichsweise stabil

Gemeinden schraubten Steuern nach oben

Hofgeismar. Die meisten Städte und Gemeinden im Kreisteil Hofgeismar haben in den vergangenen Jahren an der Steuerschraube gedreht. Vor allem das hoch verschuldete Bad Karlshafen setzte die Steuersätze, auf die man Einfluss hat, teils kräftig nach oben.

Die Grundsteuer B, also jener Beitrag, den Hausbesitzer bezahlen müssen, schoss in die Höhe. Er wurde in den vergangenen neun Jahren um fast 50 Prozent erhöht. Und auch bei der Gewerbesteuer griffen die Bad Karlshafener zu: Um 28 Prozent stieg die Umlage, die die Geschäftsleute zu zahlen haben. Die Karlshafener sind damit bei der Steuererhöhung im Kreisteil Hofgeismar Spitze.

Doch auch andere Gemeinden oder Städte drehten in den vergangenen Jahren immer wieder ein Stück den Steuersatz nach oben. In Hofgeismar stiegen die Grundsteuern für bebaute und unbebaute Grundstücke im Vergleich zu 2006 beispielsweise um 25 Prozent, in Trendelburg um 22 Prozent.

Doch es geht auch anders. Wer in Liebenau, Oberweser oder Immenhausen Grundstücke hat oder ein Gewerbe betreibt, wurde von der Gemeinde kaum stärker zur Kasse gebeten. Mit einer Steuererhöhung die im jährlichen Promillebereich lag, blieb die Steigerung weit unter der Inflationsrate. Die Gemeinde Oberweser schaffte es dabei übrigens als einzige, bei Ackerland in diesem Zeitraum ganz auf Steuererhöhungen zu verzichten.

Wie aus einer Aufstellung des Landkreises hervorgeht, stieg die Belastung durch die Grund- und Gewerbesteuer im kreisweiten Schnitt in den vergangenen zehn Jahren um knapp 20 Prozent. Das entspricht in etwa der Inflationsrate. Im Kreisteil Hofgeismar lag die Steigerung knapp unter dem Kreisschnitt. In einigen Gemeinden gibt es angesichts leerer Kassen Überlegungen, wieder an der Steuerschraube zu drehen.  

Rubriklistenbild: © dpa

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