Gestrandet: Neues Theaterstück von Schülern aus Hofgeismar

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Selfie vor dem Abflug: Die Schülergruppe macht noch ein gemeinsames Foto, bevor sie in das Flugzeug steigt.

Hofgeismar. Seit vier Jahren stehen Schüler der Gustav-Heinemann-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule gemeinsam auf der Bühne. In diesem Jahr stranden sie auf einer einsamen Insel.

Angelehnt an den Literaturklassiker „Herr der Fliegen“ von William Golding haben sich die Schüler gemeinsam mit der Theaterlehrerin Nina Israng und der Erzieherin und Motopädin Petra Birnkraut die Frage gestellt, was passiert, wenn eine Gruppe Kinder und Jugendlicher plötzlich auf sich gestellt ist, keine Erwachsenen mehr eingreifen. Das Ergebnis kann man sich ab Mittwoch auf der Bühne der Käthe-Kollwitz-Schule anschauen.

In dem Szenario eines Flugzeugabsturzes auf eine einsame Insel muss sich die Gruppe neu definieren. Welche Tätigkeiten haben zunächst Priorität, sollte man jagen oder lieber Pflanzen und Früchte sammeln? Wie wichtig ist ein Feuer und vor allem: Wer soll die Schüler anführen? Schnell gibt es Probleme und Streitigkeiten brechen aus.

„Die Schüler haben selbst die Rollenprofile erarbeitet und sich für eine Rolle entschieden“, berichtet Nina Israng, „so gibt es zum Beispiel den Klassenclown, die Tussi, den Sportler und den Nerd.“ Nicht nur die Rollen verteilten die Schüler selbst. Jeder Schauspieler arbeitet aus der Regieperspektive heraus, ist Experte für alle Szenen.

Sogar das Bühnenbild haben die Schüler selbst geschaffen. Dabei griffen sie auf einfache Requisiten zurück. Ein raffinierter Kostümwechsel samt Umstyling auf der Bühne lässt die Illusion des Flugzeugabsturzes glaubhaft werden. Darüber hinaus nutzen die Heinewitzkas Elemente des Hörspiels, untermalen zudem viele Szenen musikalisch.

Aufführungen der Heinewitzkas: In der Mensa der Käthe-Kollwitz-Schule am Mittwoch, 15. Juli, ab 11.15 Uhr und 19 Uhr; Donnerstag, 16. Juli, ab 10.15 Uhr. Eintritt: fünf Euro, ermäßigt drei Euro.

Von Gitta Hoffmann

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