Regiotram-Verspätungen

Gewerkschaft der Lokführer klagt: Dienste machen Tramfahrer krank

+
Regiotram am Bahnhof Hofgeismar: Seit Wochen klagen Fahrgäste über Ausfälle und Verspätungen. Mittlerweile hat sich auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu dem Thema geäußert.

Hofgeismar. In dem Streit um die Verspätungen der Regiotrams im Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) hat sich nun auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Wort gemeldet.

Der hohe Krankenstand von bis zu 20 Prozent, den die Regiotram-Gesellschaft RTG als einen Grund für die vielen Verspätungen und Ausfälle der Regiotrams angegeben hat, sei auch ein Problem der Arbeitsbedingungen.

Thomas Hupfeld, Ortsgruppenvorsitzender der GDL Kassel, sagte: „Die Triebfahrzeugführer, egal ob die erfahrenen oder die neuen, machen alle eine gute Arbeit.“ Doch die Tarifverträge ließen es zu, dass die Fahrer bis zu zehn Tage am Stück jeweils zehn Stunden arbeiten dürften. Die Pausenzeit müsse dann nur 32 Stunden betragen.

„Die Kollegen helfen gern, sie springen auch gern ein, wenn ein Kollege krank wird, aber sie sind zurzeit an der Grenze des Machbaren.“

Thomas Hupfeld

„Wer dann nachts in Treysa Dienstende hat, in Kassel wohnt und in Wolfhagen wieder beginnen muss, hat kaum noch Freizeit und seine Familie sieht der Betroffene gar nicht“, klagt Hupfeld. Die einen seien krank, die anderen würden mehr belastet und dann eben auch krank.

Andreas Schäfer von der Eisenbahn-Verkehrs-Gewerkschaft (EVG), die die Verträge ausgehandelt hat, sieht die Probleme ebenfalls: „Die Kollegen helfen gern, sie springen auch gern ein, wenn ein Kollege krank wird, aber sie sind zurzeit an der Grenze des Machbaren.“ (cst)

Mehr in der gedruckten Ausgabe

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.