GNH steht zu Plänen für Klinik am Krähenberg

Hofgeismar. Bis Ende Juni 2017 will die Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) entscheiden, ob unterhalb des Krähenbergs eine neue Kreisklinik Hofgeismar gebaut wird. Die Vorzeichen sehen positiv aus.

Entscheiden muss aber der Aufsichtsrat des Klinikkonzerns. Ziel sei ein gemeinsames medizinisches Zentrum mit dem Evangelischen Krankenhaus Gesundbrunnen, bekräftigt GNH-Vorstandschef Karsten Honsel. Die kirchliche Klinik für Geriatrie und Neurologie sitzt seit 50 Jahren auf dem Krähenberg, die wirtschaftlich angeschlagene Kreisklinik liegt am anderen Ende der Stadt an der Liebenauer Straße.

Gemeinsam könnte ein Krankenhaus in einer „vernünftigen Größe“, so Honsel, von 250 bis 300 Betten entstehen, das wirtschaftlich arbeiten kann. Notfalls erwäge die GNH, am Fuße des Berges allein zu bauen und eine Erweiterungsmöglichkeit für den Gesundbrunnen vorzusehen, erklärt Honsel. Voraussetzung für den 37 Mio. Euro teuren Klinikneubau seien 15 Mio. Euro Förderung vom Land Hessen und ein Zehn-Millionen-Zuschuss des Kreises.

Oben auf dem Krähenberg kann die GNH wegen des felsigen Untergrundes nicht zu vertretbaren Kosten bauen. Deshalb hatten Landrat Uwe Schmidt und Bürgermeister Markus Mannsbarth kürzlich einen Platz am Fuße des Berges am Lempeweg vorgeschlagen. Die GNH könnte damit gut leben, scheint es.

Für die Altenhilfe ist es schwer, von der Anhöhe herunterzukommen und mit der GNH neu zu bauen. Das wirtschaftlich stabile Gesundbrunnen-Haus ist weitgehend in Schuss, ein Verkauf oder eine andere Nutzung gelten als schwierig. Geschäftsführerin Agnes Hartmann betont aber die Möglichkeiten: „Ich kann mit jedem Standort gut leben, bei dem die Häuser trockenen Fußes verbunden sind.“ Erst das eröffne Synergien, etwa bei Parkplätzen, Patientenaufnahme, aber auch Labor oder Röntgenabteilung.

Rubriklistenbild: © nh

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