Was 2018 ansteht

Hofgeismar will etwas mehr zur Dornröschenstadt werden

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Hier ist das Märchen schon lange präsent: das Dornröschenschloss Sababurg, fotografiert von unserem Leser Klaus Haase. Im Stadtbild ist Dornröschen bislang aber wenig präsent.

Hofgeismar. Was steht 2018 in der Stadt an? Welche Entscheidungen müssen getroffen werden, welche Pläne werden umgesetzt? Wir haben mit Bürgermeister Markus Mannsbarth gesprochen und geben einen Überblick.

Nicht nur für Hofgeismar ist der Neubau einer Kreisklinik durch den Klinikkonzern Gesundheit Nordhessen (GNH) ein Mammutprojekt. „Das Krankenhaus ist für uns ein extrem wichtiger Standortfaktor“, sagt Mannsbarth. Derzeit werden erste Entwürfe für den 37 Millionen teuren Bau an der Lempestraße gezeichnet, zur Jahresmitte rechnet Mannsbarth mit Planungsreife. „Dann könnte angefangen werden zu bauen“, sagt er. 

Generell sei die Gesundheitsversorgung ein zentrales Thema, denn auch dem Problem fehlender Allgemeinmediziner möchte die Stadt abhelfen. „Wir befinden uns in Gesprächen mit Ärzten und der GNH, um einen medizinischen Notstand zu verhindern“, sagt der Bürgermeister.

Bei der touristischen Vermarktung ist in Hofgeismar noch Luft nach oben. Das Label Dornröschenstadt birgt Potenzial, spiegelt sich bislang doch nur selten im Stadtbild wieder. Das könnte sich ändern, nachdem zum Jahresanfang Naturparkverwaltung und die Deutsche Märchenstraße ein Büro zunächst in Nachbarschaft der Stadthalle, später in Markt 5 beziehen. Vorsicht ist bei der Ausweitung des Tourismus im Naturpark geboten. „Wir brauchen dort einen Torismus, der den Wald nicht kaputtmacht“, sagt Mannsbarth.

Sollte es Hofgeismar gelingen, im kommenden Jahr in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessens aufgenommen zu werden, wünscht sich Mannsbarth, die Attraktivität der Ortsteile steigern zu können.

Bürgermeister Markus Mannsbarth.

Besonders hofft der Bürgermeister auf das sogenannte integrierte kommunale Entwicklungskonzept, kurz IKEK, dass in Zusammenarbeit mit den Bewohnern erstellt wird. Darin wird die aktuelle Situation ebenso erörtert wie mögliche Entwicklungsziele. Gleichzeitig wünscht sich Mannsbarth auch eigenes Engagement aus der Bürgerschaft, wie es das zum Beispiel rund um das Mehrgenerationenhaus im Bahnhof Hümme gegeben hat.

Nicht alles muss von Grund auf erneuert werden, manchmal reichen die richtigen Stellschrauben. „Wir müssen Bestehendes einfach mal überprüfen und gucken, ob es noch zeitgemäß ist“, sagt Mannsbarth.

Das kann zum Beispiel die Jugendarbeit sein, die sich der Bürgermeister aufsuchender vorstellen könnte. Mit dem ein oder anderen Projekt, könnten Jugendliche auch etwas Nachhaltiges für Hofgeismar schaffen. Auch die Schulbetreuung ließe sich weiterentwickeln. Einsparen wolle er in diesem Bereich allerdings nicht, so Mannsbarth.

Herr Mannsbarth, bitte ergänzen Sie!

Für 2018 wünsche ich mir für Hofgeismar vor allem...
… dass die vorherrschende positive Grundstimmung weiterhin dazu beiträgt Hofgeismar nachhaltig zu entwickeln. 

Wenn ich fünf Millionen für Hofgeismar hätte, würde ich…
…vorübergehend aufhören, die Landesregierung aufzufordern endlich für eine gerechte Finanzausstattung der Kommunen in Hessen zu sorgen. 

Wenn ein Prominenter Werbung für Hofgeismar machen soll, wäre eswir brauchen keinen Prominenten. Wir, die hier leben, sind selbst die glaubhaftesten und besten Werbeträger. 

Meine Kommune ist die schönste im Kreis, weil...
…weil es die Menschen sind, die sie zum Leben erwecken und zu genau dieser machen. 

Wenn ich 2018 in die Schlagzeilen gerate, will ich lesen, dass…
… die Bewerbung Hofgeismars erfolgreich war und wir mit allen Ortsteilen in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen wurden.

Hintergrund

Die Einwohnerzahlen

Die Einwohnerzahl in Hofgeismar ist im ersten Halbjahr nur auf den ersten Blick gesunken. Klammert man die 130 Flüchtlinge aus, die im Januar noch in Beberbeck untergebracht waren, leben sogar mehr Menschen in Hofgeismar als zuvor. Die Ortsteile: Hofgeismar: 11.631( +56). Hümme: 1371 (-25), Hombressen: 1621 (-10) Beberbeck: 92 (-129), Schöneberg: 555 (-6), Carlsdorf: 481 (+3) Kelze: 264 (-6) Friedrichsdorf: 90 (-2)

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