Großer Ansturm bei Start des Stadthallen-Kinos in Hofgeismar

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Volle Reihen in der Stadthalle: Da die Veranstalter mit maximal 250 Gästen gerechnet hatten, war die Stadthalle auch entsprechend bestuhlt worden. Rund 100 Sitzplätze wurden kurzfristig dazugestellt.

Hofgeismar. Der Ansturm beim Start des Stadthallen-Kinos war groß. Doch nicht jeder hatte am Dienstagabend das Glück, den Auftakt der Kinoreihe in Hofgeismar miterleben zu dürfen.

Mehr als 50 Gäste mussten den Rückweg antreten, konnten den Film „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling nicht sehen, da die Veranstalter mit einem derartigen Zuspruch nicht gerechnet hatten.

„Aufgrund der Erfahrungen des Kinobetreibers hatten wir 250 Plätze gestellt“, sagte Katrin Becker von der Stadt Hofgeismar. Als deutlich wurde, dass diese nicht ausreichten, stockten man kurzfristig nochmal um weitere hundert Sitzplätze auf, so dass am Ende knapp 350 Sitzmöglichkeiten bereit standen. „Leider war das immer noch nicht ausreichend, denn 60 Gäste mussten wir wegschicken, was ich sehr bedauert habe“, erklärte Paul Wicke, der für die Stadt die Filme präsentiert.

Warum die Veranstalter nicht noch mehr Stühle zur Verfügung gestellt hatten, fragten sich einige Kinobesucher während der Pause, denn Platz gab es noch reichlich im geräumigen Saal. „Irgendwann habe ich das Signal bekommen, dass wir wegen der Brandschutzverordnung keinen mehr hineinlassen dürfen und die Sicherheit hat nun mal Priorität“, erläuterte Wicke. Damit dies in Zukunft nicht noch einmal vorkommt, soll nun ein Vorverkauf eingerichtet werden. „Da zeichnet sich dann für uns ab, wie groß das Interesse an dem Film sein wird und wir können besser planen“, sagte Becker.

Mit dem deutschen Film „Ich bin dann mal weg“ startete die Kinoserie, die erstmal bis Ende des Jahres geplant ist. „Bis nach Kassel wollte ich für diesen Film nicht fahren“, bemerkte Marianne Grohmann aus Trendelburg. Außerdem sei sie hier, um das Kino-Projekt zu unterstützen. So ähnlich dachten viele: „ Der Film war mir nicht wichtig genug, um dafür bis nach Kassel zu fahren, aber hier nehme ich das gerne wahr“, so Nik Barlo aus Grebenstein.

Auch wenn die Stadthalle sich von einem echten Kino stark unterscheidet, so fanden die meisten doch großen Gefallen an Vorstellung: „Es gibt sogar Popcorn und Getränke und wer früh genug da ist, bekommt auch einen guten Platz“, meinte Monika Heinz aus Kelze, die nicht das letzte Mal im Stadthallen Kino gewesen sein will.

Zufrieden zeigte sich Filmvorführer Wicke auch mit der Nachfrage am Nachmittag, wo der Kinderfilm „Heidi“ auf dem Programm stand. 130 Kinder und auch viele Erwachsenen hätten den Film sehen wollen, was eine gute Resonanz sei.

Auch am 29. März, wenn die Kinoreihe fortgesetzt wird, soll es wieder in den Nachmittagsstunden etwas für das jüngere Publikum geben und am Abend dann für die Erwachsenen. „Mit „Bibi und Tina“ geht es für die Kinder weiter und die Älteren können das Drama „Brooklyn“ sehen“, verrät der Hanauer. Grundsätzlich wolle er hier weniger Mainstream-Kino wie zum Beispiel Star Wars zeigen, sondern versuchen, die Hofgeismarer mit anspruchsvollen Filmen zu locken.

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