Zahllose Einsätze

Großes Aufräumen nach dem Unwetter in der Region geht weiter

Überall Schlamm: An vielen Stellen im Kreisteil Hofgeismar entlang einer Linie etwa zwischen Liebenau, Hofgeismar, Udenhausen und Reinhardshagen spülte heftiger Regen die Erde von den Äckern und lagerte sie als Schlamm in Gräben, auf Straßen und Privatgrundstücken ab. Am Montag waren Anwohner, Feuerwehrleute und Bauhofmitarbeiter immer noch beim Aufräumen. Unser Bild entstand am Sonntag in Liebenau. Das vom Hegel gebildete Eis lag stellenweise immer noch auf dem Boden. Foto: Temme

Hofgeismar. Am Montag geht nach dem schweren Unwetter vom Samstag das Aufräumen im Kreisteil Hofgeismar weiter.

In etlichen Orten sind die Feuerwehren sowie Mitarbeiter der Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie der Bauhöfe unterwegs, um die Schäden nach dem heftigen Unwetter vom Samstagnachmittag aufzunehmen. Die Arbeiten zur Räumung halten an.

Schäden gab es unter anderem am Sportlerhaus am Sportplatz in Udenhausen, wo Wasser durch die Decke drang. In Carlsdorf gab es fünf Feuerwehreinsätze wegen überfluteter Keller, in Kelze vier und in Hofgeismar fünf Einsätze in den Neubaugebieten Kelzer Weg und Kelzer Ring. In Hofgeismar waren insgesamt 60 Feuerwehrleute im Einsatz sowie etliche Mitarbeiter und Fahrzeuge des Bauhofes. Den gesamten Montag brauchte der Bauhof noch, um verschlammte Wegegräben wieder freizubaggern. Der von den Felder weggespülte Schlamm wurde in Absprache mit den Landwirten meist wieder auf die Äcker zurückgebracht. Außerdem waren zahlreiche Kanäle mit Schlamm zugesetzt und mussten freigespült werden.

Der Regenmesser in Kelze meldete 85 Liter Niederschlag pro Stunde und Quadratmeter. Das ist fast der Wert von über 90 Liter, der beim Jahrhunderthochwasser 1993 bei Friedrichsdorf niederging, damals allerdings auf kleinerere Fläche und in kürzerer Zeit.

Nach Angaben des Hauptamtsleiters Wilfried Eckart waren diesmal an städtischen Einrichtungen keine wirtschaftlichen Dauerschäden entstanden. Die Probleme für Privatleute waren größer. Viele haben noch damit zu tun, die leergeräumten Keller zu reinigen, zu trocknen und anschließend wieder einzuräumen.

Feuerwehreinsätze wegen überfluteter Keller gab es auch in Reinhardshagen, doch dort wird erst noch ein Überblick erstellt.

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