Ab Montag können wieder alle Geschäfte öffnen – mit neuen Regeln

Händler bereiten „Click and Meet“ vor

Händlerin steht im Modeladen
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Erwartet weitere Kunden: Modehändlerin Dina Gerland führt am Eingang Namenslisten, hat sich aber auch für die Luca-App zur Registrierung per Smartphone registrieren lassen. Sie ist froh, dass es wieder losgeht.

Nachdem die Corona-Inzidenzwerte lange genug niedrig waren, können ab Anfang nächster Woche im Kreisteil Hofgeismar wie im gesamten Landkreis Kassel die Geschäfte wieder öffnen – allerdings nur mit Terminvergabe und unter festen Corona-Regeln.

Hofgeismar. Für die ohnehin geöffneten Geschäfte wie etwa den Lebensmittelhandel ändert sich nichts, die Geschäfte, die zuletzt „Click and collect“, also Auslieferung oder Abholung anboten, können nun zu „Click and Meet“, wechseln, also Einkaufen im Laden (Terminshopping). Die Händler im Kreisteil Hofgeismar sind auf jeden Fall erleichtert, dass sie wieder Betrieb in die Geschäfte einzieht. Heike Renate Claus, Vorsitzende der Gemeinschaft für Handel und Gewerbe in Hofgeismar, spricht von Erleichterung, Freude und Aufbruchsstimmung. Die Geschäftsleute seien froh, dass sich alles etwas mehr in Richtung Normalität und Aufbruch bewege. In Hofgeismar haben mehrere Mitgliedsbetriebe der Händlergemeinschaft die Luca-App installiuert, mit der sich Kunden beim Betreten des GFeschäfts automatisch für die Kontaktverfolgung im Falle eines Infekts registrieren lassen können. Falls ein Geschäft noch abwartet, dann vermutlich, um abzuwarten, ob die Lage stabil bleibt, bevor der ganze Betrieb hochgefahren wird.

Offener ist Dina Gerland, Inhaberin des Herren- und Damenmodegeschäftes Eberhardt und Terbille, die den bisherigen Verkauf an der Ladentür zunächst nur vormittags anbot, das dann ausweitete, was aber schwierig war, so dass sie froh ist, nun den ganzen Tag das Geschäft mit geregelter Kundenzahl öffnen zu können. „Die Kunden möchten nun mal gerade Kleidung vor dem Kauf sehen können“, beschreibt sie die Problematik. Sie ist aber optimistisch, weil viele Kunden nach dem Lockdown danach drängten, wieder einmal bummeln zu gehen, Sachen anzuschauen und auch zu kaufen. Viele seien derzeit verunsichert wegen der ständig wechselnden Regelungen, erfuhr sie in den Telefongesprächen mit Kunden..

Zum Betreten des Ladens müssen Kunden Maske tragen, einen negativen Coronatest oder die Bescheinigung über eine Zweitimpfung vor mindestens 14 Tagen beziehungsweise über die Genesung nach einer Erkrankung vorlegen.

Dass die Kunden wiederkommen, hofft auch Vera Durward, Filiallleiterin im Schreibbedarf und Bastelgeschäft Magazin in Hofgeismar. Sie setzt darauf, dass der wieder anlaufende Schulbetrieb die Nachfrage nach Schreibbedarf ankurbelt, denn die großen Ketten und Supermärkte hätten ihre Angebote in vielen Bereichen ausgebaut und den Fachhandel zugesetzt.

Vera Durward beispielsweise wird jetzt erstmal testen, ob vormittags oder nachmittags die meisten Kunden kommen und dann feste Zeiten für den Einkauf anbieten. (Thomas Thiele)

Infos: soziales.hessen.de

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