WSD hakt nach bei Beberbeck-Kosten

Entwurf eines Clubhotels in Beberbeck. Grafik: Archiv

Hofgeismar. Die Kosten für das gescheiterte Ferienresort Beberbeck sind politisch noch nicht abgearbeitet: Die Wählergemeinschaft Hofgeismar (WSD) hakt nach.

Sie stellt einen Fragenkatalog an die Stadt. Alle anderen Fraktionen hatten erklärt, das Projekt sei mit der Veröffentlichung der Kosten von 3,6 Millionen Euro politisch aufgearbeitet.

Die WSD interessiert sich unter anderem für die noch offene Forderung des Insolvenzverwalters von rund 100.000 Euro an die beiden Geschäftsführer der Besitzgesellschaft, Wilfried Eckart und Karl-Heinz Gerland. Sie will wissen, ob und warum die Stadt eine Rechtsvertretung eingeschaltet hat und ob es einen Magistratsbeschluss gibt, dass Hofgeismar die Haftung für die Geschäftsführer trage. „Wenn ja: Wie kann der Magistrat einen solchen weitgehenden Beschluss, der ganz sicher nicht zu den laufenden Verwaltungsaufgaben gehört, ohne Zustimmung des Stadtparlaments fassen?“, heißt es in dem Schreiben.

Auch Altbürgermeister Heinrich Sattler spielt bei den Fragen eine Rolle: Der hatte laut WSD verkündet, dass „jeder Bleistift und jede Arbeitsstunde der Stadt Hofgeismar“ im Zusammenhang mit Beberbeck akribisch aufgeschrieben würde. Die WSD will nun wissen, ob Sattler „mit Billigung städtischer Mitarbeiter“ wiederholt gelogen habe oder die Aufzeichnungen verschwunden seien.

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