Viele machten gar nicht auf

Halloween-Monster hatten es schwer in Hofgeismar

+
Her mit den Naschereien: Im Super 2000 versorgte Torgit Sperling die Kinder mit Süßigkeiten. Sophie, Paul und Nico (von links) riefen im Chor: „Happy Halloween - Süßes oder Saures.“

Hofgeismar. Halloween ist ein umstrittener Brauch aus den USA. Im Kreisteil Hofgeismar hatten es die wenigen Halloween-Fans schwer am Samstag.

Spätestens wenn die Kürbislaternen vor den Haustüren leuchten, ist wieder Gruselzeit. Dieses Jahr fiel Halloween zum Leid vieler Hofgeismarer Kinder auf einen Samstag - und da haben die meisten Geschäfte nach Einbruch der Dunkelheit nun mal geschlossen.

„Wir dachten, dass an so einem besonderen Tag die Läden auf haben würden“, sagte Jaquelina, die mit ihren Freundinnen in der Fußgängerzone am späten Nachmittag unterwegs war. Also ging es in den nächsten Supermarkt, wo die Drei im Chor „Krötenfuß und Spinnenbein, pack mir etwas Süßes ein“ riefen. „Süßes oder Saures“ hätten sie in den vergangenen Jahren auch schon in Geschäften und an Haustüren gesagt, doch dies käme nicht gut an. Eier oder Mehl - mit welchem manch einer tatsächlich bewaffnet ist - hatten die Mädchen nicht dabei - sie freuten sich über kleine Naschereien und hatten Spaß daran, mal anders in der Öffentlichkeit auftauchen zu dürfen.

Da nun also viele Läden geschlossen hatten, blieb den jungen Gruselmonstern nichts Anderes übrig, als an verschiedenen Haustüren ihr Glück zu versuchen. „Ganz viele machen gar nicht auf“, berichtet die zehnjährige Sophie etwas enttäuscht. Doch wenn, dann bekämen sie nicht nur Süßigkeiten, sondern sogar auch kleine Geschenke wie Leuchtbänder. Dass viele Eltern nicht viel für Halloween übrig haben, weiß auch die Zehnjährige. „Nicht jeder in meiner Klasse darf sich verkleiden und rumgehen.“

So gar kein Halloween-Fan ist Gunnar Ebbrecht, dem Kinder vergangenes Jahr ein rohes Ei ans Rollo geworfen hatten. „Ich finde den Brauch alles andere als schön - außerdem wird man mit dem „Süßes- oder Saures“-Spruch ja förmlich erpresst“, sagt der Hofgeismarer Rentner. Auch wenn einige Kinder niedlich anzusehen seien, so könne er Teufel, Blut und Halbtote nicht gutheißen. Tatsächlich war auch an den meisten Haustüren kaum etwas los.

Halloween: So gruselig war es in Hofgeismar

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.