Kunsthandwerk rund um die Klosterkirche

Hand- und Mundwerk-Markt steht auf der Kippe: Helfer werden dringend gesucht

+
Handgemachte Unikate: Helga Faßmann (links) fielen die Keramikfiguren von Birgit Schulte-Wilhelms ins Auge. Kunsthandwerk in vielerlei Ausführungen gab es beim Markt an der Klosterkirche zu entdecken – und auch der Genuss kam nicht zu kurz. 

Lippoldsberg. Gleich zwei einzigartige Märkte stehen auf der Kippe: Einer ist der Hand- und Mundwerk-Markt, der am Sonntag hunderte von Gästen in die Klosterkirche lockte. 

Das haben die Veranstalter noch nie erlebt: „Gerade nach so einem erfolgreichen Markt wäre es sehr schade, wenn es diesen nicht mehr geben würde“, sagte Annelie Bode, die 2013 das Kunsthandwerker-Event ins Leben rief. Dass dieser und auch der Weihnachtsmarkt an der Kirche ins Wanken geraten sind, liegt an der mangelnden Unterstützung des ehrenamtlichen Ausrichterteams: „Besonders arbeitsaufwendig ist natürlich der Weihnachtsmarkt, aber auch beim Hand- und Mundwerk brauchen wir mehr Helfer“, erklärte die Vernawahlshäuserin. Wohin die Reise gehen werde, könnten sie erst Mitte kommenden Monats sagen, denn da stehe ein Gespräch mit der Gemeinde an.

Zurück zum idyllischen Markttreiben am Wochenende, wo die aktuellen Probleme erstmal in den Hintergrund rückten: Waren die Stände beim vergangenen Mal noch auf der großen Wiese aufgebaut, so hatte man sich bei der fünften Runde wieder auf den Klosterhof konzentriert. „Die Wiese ist längst nicht so atmosphärisch wie der Hof, so dass wir zurück ins alte Gemäuer gewandert sind.“ 40 Anbieter boten im Freien und den Scheunen ihre einzigartigen, handgemachten Produkte an: Außergewöhnliche Keramik, Selbstgenähtes in vielerlei Varianten, schöne Filzprodukte und Schmuck, wie man ihn nur selten findet, wurden da etwa präsentiert. Wie der Marktname versprach, kam auch die Gaumenfreude nicht zu kurz: Über die hohe Nachfrage an seinen Poffertjes freute sich etwa Dirk Pelz, der die niederländische Spezialität an der Weser längst bekannt gemacht hat. Neben den vielen besonderen Artikeln, kam gab es auch etwas fürs Herz: Ein kleiner Streichelzoo mit Schafen und Lämmern waren der Magnet schlechthin, am Gehege verbrachten nicht nur die jüngeren Gäste lange Zeit.

Gäste und Händler zufrieden

Zufrieden zeigten sich am Ende nicht nur die Gäste, sondern auch die Aussteller gingen mit einem Lächeln heim: „Hier war heute so viel los, dass es sich wohl für jeden gelohnt haben sollte“, erklärte Heike Größel, die genähte Dekorationsartikel verkaufte.

Auch für Annelie Bode, die selbst gemachte Seife verkaufte, ging mit guter Laune nach Hause: „Es war ein toller Markt – wir werden alles dransetzten, dass eine Lösung gefunden wird.“ Sollte es weitergehen, würde im Jahr 2020 wieder buntes Markttreiben einziehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.