Geteilte Meinung zu strengeren Coronaregeln

2G im Einzelhandel: Läden im Kreisteil Hofgeismar bereiten Kontrolle vor

Ab Sonntag gilt im Einzelhandel die 2G-Regelung: Auch im Modegeschäft Eberhardt und Terbille werden die Kunden dann kontrolliert, ob sie geimpft oder genesen sind. Die Hofgeismarer Einzelhändler-Vorsitzende Karin Kranz (im Bild) sieht dies als belastend, aber notwendig an.
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Ab Sonntag gilt im Einzelhandel die 2G-Regelung: Auch im Modegeschäft Eberhardt und Terbille werden die Kunden dann kontrolliert, ob sie geimpft oder genesen sind. Die Hofgeismarer Einzelhändler-Vorsitzende Karin Kranz (im Bild) sieht dies als belastend, aber notwendig an.

Die Verschärfung der Coronaregeln stellt auch den Einzelhandel im Kreisteil Hofgeismar vor Herausforderungen.

Kreisteil Hofgeismar - Kunden müssen sich mit der Umstellung auf 2G, die in Hessen ab Sonntag gilt, auf Einlasskontrollen einstellen. Bisher waren alle Geschäfte ohne Zugangsbegrenzung geöffnet, es galt lediglich eine Maskenpflicht.

Die Überprüfung von 2G sei in Läden mit mehr Laufkundschaft wohl schwer umzusetzen, sagt Karin Kranz, die Vorsitzende der Gemeinschaft für Handel und Gewerbe in Hofgeismar. Dies bedeute eine zusätzliche Belastung für den Einzelhandel, sagt sie auch mit Blick auf das Familienunternehmen, das Modegeschäft Eberhardt und Terbille. Gleichzeitig hält sie aus persönlicher Sicht die 2G-Regel angesichts steigender Coronafallzahlen für wichtig.

Im Spielwarengeschäft Kinderparadies in Hofgeismar rechnet Inhaber Andreas Meng zwar durch die Verschärfungen mit geringen Einnahmeeinbußen. Insgesamt vermute er aber, dass schon jetzt vorwiegend vollständig Geimpfte bei ihm einkaufen. Kritisch sieht man die neuen Regeln, die für alle Geschäfte außerhalb des täglichen Bedarfs gelten, beim Einzelhandelsverband Nordhessen. „Der Einzelhandel wird missbraucht, um Druck auf die Ungeimpften ausüben zu können. Das lehnen wir ab“, sagt Martin Schüller, Geschäftsführer. Alexander Wild, Vorsitzender der City Kaufleute in Kassel, befürchtet, dass es mit 2G jetzt eine weitere Abwanderung zum Online-Handel geben wird.

Für die Gastronomie gilt der Zugang nur für Geimpfte und Genesene in Innenräumen bereits seit dem 25. November. Manche haben sie auch schon vorher eingeführt, als dies eine Option, aber noch keine Pflicht war: „Wir setzen seit zwei Wochen die 2G-Regel ein, und das klappt sehr gut“, sagt Axel Przyludzki, Chef des Hotels Kronenhof in Oedelsheim. Die Angestellten seien geimpft und werden regelmäßig im Betrieb getestet. Die Gäste werden am Eingang kontrolliert. Dabei habe es noch keine Probleme gegeben. Die Nachfrage über die Feiertage sei sehr hoch.

Ab sofort gelten auch in der Kreisverwaltung neue Regeln. Besucher des Kreishauses Kassel und der Außenstellen in Hofgeismar, Kassel, Wolfhagen und Fuldabrück müssen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder einen negativen Test nachweisen. Bürgertests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests nicht älter als 48. Für Schüler reicht das Testheft der Schule.

Das bedeutet 2G, 2G+ und 3G

Kommt die 3G-Regelung zum Tragen, so betrifft diese Genesene, Geimpfte und Getestete. Bei 2G gibt es ausschließlich Zugang für Geimpfte und Genesene. Auch die 2G+-Regelung gilt nur für geimpfte und genesene Personen. Zusätzlich müssen diese noch einen aktuellen PCR- oder Antigentest, keinen Selbsttest, vorweisen. Für Angestellte im Einzelhandel gilt auch ab Sonntag noch 3G sowie die Pflicht zum Tragen einer Maske. Weitere Infos: zu.hna.de/regeln

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