Immer mehr junge Imker

Hannes Schildknecht (14) macht seinen eigenen Honig

Bei den Bienen: Wenn Hannes Schildknecht nach seinen Tieren schaut, trägt er einen Schutzanzug und Handschuhe, damit er nicht gestochen wird. Foto: Hartung

Hofgeismar. Die Zahl der Jungimker im Kreisteil Hofgeismar nimmt stetig zu. Auch der 14-jährige Hannes Schildknecht aus Hofgeismar hat seine eigenen Bienen im Garten.

Wenn die Sonne scheint, ist im Garten der Familie Schildknecht einiges los. Es summt und brummt an jeder Blume. Der 14-jährige Hannes Schildknecht hat seit über einem Jahr seine eigenen Bienenvölker. In braunen Holzkästen im Garten in Hofgeismar nisten derzeit Zehntausende Honigbienen. „Ich habe Spaß daran, mit der Natur zu arbeiten“, begründet Hannes sein Hobby. Die Zahl der Jungimker in Hofgeismar entwickele sich derzeit positiv, berichtet der Vorsitzende des Kreisimkervereins Wolfgang Fischer. Der Altersdurchschnitt der Imker sei in den vergangenen Jahren gesunken. „Zuwachs gibt es vor allen Dingen von Leuten im Alter von 20 bis 40 Jahren.“

Wolfgang Fischer Foto: nh

Hannes Schildknecht kaufte sich seine eigene Beute - so nennt man die Behausung von Honigbienen - von seinem Konfirmationsgeld. Auch eine Honigschleuder, mehrere Werkzeuge und Schutzkleidung legte er sich zu. „Unsere Nachbarn haben Bienen, da habe ich immer zugeschaut, weil ich das total interessant fand“, erzählt Hannes. Von seinem Nachbarn Jörg Heiderich, der genau wie er Mitglied im Kreisimkerverein ist, lernte der 14-Jährige viel darüber, was man als Imker beachten muss. „Ich habe aber auch viel aus Büchern gelernt und außerdem einen Honigkurs gemacht.“

Nicht jeder informiert

Doch nicht jeder, der sich sein eigenes Bienenvolk anschaffe, sei auch ausreichend über die Insekten informiert, erläutert Fischer. „Es ist zwar sehr erfreulich, dass immer mehr Leute Interesse an dem Hobby haben, aber einige gefährden durch ihre Unwissenheit auch unsere Bienenvölker.“ Denn verfüge ein Hobbyimker nicht über das nötige Wissen, seien seine Bienen spätestens im zweiten Jahr von der Varroamilbe befallen und nicht mehr überlebensfähig. „Die schleppen die Milbe dann auch in andere Völker.“ Deshalb empfielt Fischer dringend dazu, Schulungen zu besuchen und möglichst in einen Verein zu gehen. „Dort kann man sich austauschen und beraten lassen.“

Hobby kommt gut an 

Hannes’ Hobby kommt bei seinen Freunden gut an. „Die wollen alle Honig von mir haben“, sagt der 14-jährige Schüler stolz. Einer seiner Freunde sei so von dem Hobby begeistert, dass er sich auch sein eigenes Bienenvolk anschaffen will.

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