Fertighäuser aus Hofgeismar

Haus-Boom braucht Platz: Sander-Haus in Hofgeismar erweitert Produktion

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Baustelle: Geschäftsführer Marcel Sander an der Baustelle der neuen Produktionshalle, bei der 30 Meter lange Leimbinder die Decke tragen werden. Bis zum Jubiläumsfest im Mai soll die Halle fertig sein.

Hofgeismar. Unübersehbar entsteht im Hofgeismarer Industriegebiet zwischen Max-Eyth-Straße und Bahnlinie eine weitere riesige Fabrikhalle. Die Fertighaus-Firma Sander-Haus erweitert.

Das 25 mal 60 Meter große und zehn Meter hohe Gebäude nimmt in Kürze die Produktion von Dach- und Deckenteilen für die Holz-Fertighäuser der Firma Sander-Haus auf.

Die Auftragslage für die Firma, die im Schnitt pro Woche ein Fertighaus produziert, ausliefert und aufbaut, ist sehr gut, schildert Geschäftsführer Marcel Sander den Grund für die erneute Erweiterung. Nach dem Umzug von Helmarshausen nach Hofgeismar hatte die Firma 1994 ihre erste 2000 Quadratmeter große Firmenhalle gebaut. 1996 wurde das Holzlager erweitert, und dann folgten in kurzen Abständen eine neue Halle für die Fertigung von Dach- und Deckenteilen (2.000 m2), ein Bürogebäude mit Beratungs- und Ausstellungsflächen, sowie 2012 eine Fahrzeughalle für Lkw mit bis zu vier auslieferungsfertigen Häusern, damit die Produktion nicht stockt.

Firmengelände verdoppelt

Im vergangenen Jahr hat die Firma ein 14.000 Quadratmeter großes Gelände für künftige Erweiterungen hinzugekauft und damit die Betriebsgröße verdoppelt. Jetzt baut sie neben dem Bürogebäude eine neue Produktionshalle, wohin die inzwischen schon beengt arbeitende Fertigung der Dach- und Deckenteile umziehen soll.

Bestand: Bisher fertigen zwei Mitarbeiter die Dachelemente. Künftig arbeiten sie in einer deutlich größeren Halle.

Bisher montieren zwei Mitarbeiter die Elemente auf einem Tisch, wie es in der Fachsprache heißt. In der neuen Halle werden sechs Mitarbeiter an zwei Tischen arbeiten. Die Halle soll die Produktionsabläufe entzerren, Reibungsverluste minimieren und für einen effektiveren Mittel- und Zeiteinsatz sorgen. „Die Arbeit soll noch besser laufen“, erklärt Marcel Sander. Es gehe nicht darum, die Stückzahlen noch gravierend weiter zu erhöhen, obwohl die Nachfrage anhaltend „sehr positiv“ ist.

Millimetergenau und individuell

Zwar weisen die Kommunen derzeit weniger Neubaugebiete aus, doch dafür werden weiterhin Baulücken in den Ortskernen gefüllt oder Häuser aufgestockt. Von Vorteil ist dabei, dass die aus dem Zimmererhandwerk erwachsene Firma Sander Häuser auf den Millimeter genau individuell anfertigt und nicht auf feste Baukastengrößen wie viele andere Fertighaushersteller zurückgreifen muss.

Die neue Halle können die Bürger beim Tag der offenen Tür zum 70-jährigen Bestehen der Firma im Mai besichtigen und auch einen Blick in die Produktion werfen. Bei Sander werden die Holzbalken ohne Nägel mit reinen Holzverbindungen („Schwalbenschwänze“) montiert – so wie früher die Fachwerkhäuser.

Zwei Tage Fest zum Jubiläum

Die neue Produktionshalle der Firma Sander-Haus soll zum 70-jährigen Firmenbestehen im Mai fertig sein. Dann soll gleich darin gebührend gefeiert werden. Am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Mai, finden jeweils von 10 bis 17 Uhr auf dem Firmengelände Rudolf-Diesel-Straße 1 in Hofgeismar zwei Tage der offenen Tür statt. Dort soll es aus Anlass des Jubiläums ein buntes Rahmenprogramm für Jung und Alt geben, kündigt das Fertighaus-Unternehmen an.

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