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Herbstmarkt lockt Tausende in den Tierpark Sababurg

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Von: Tanja Temme

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Neuerung: Erstmals war Familie Gottmann aus Volkmarsen mit ihrer Alpaka-Herde beim Herbstfest dabei. Besucher konnten mit den Tieren kleine Spaziergänge auf einem Tierparkweg machen, begleitet von Hendrik Gottmann (rechts).
Erstmals war Familie Gottmann aus Volkmarsen mit ihrer Alpaka-Herde beim Herbstfest dabei. Besucher konnten mit den Tieren kleine Spaziergänge auf Tierparkwegen machen, begleitet von Hendrik Gottmann (rechts). © Tanja Temme

Der Herbstmarkt lockte wieder Tausende Besucher in den Tierpark Sababurg.

Sababurg. Herbstzeit bedeutet den Duft von Äpfeln, leuchtende Kürbisse, Kartoffelernte und goldener Sonnenschein. Von all dem gab es am Sonntag und Montag reichlich beim Herbstmarkt im Tierpark Sababurg. Trotz anfänglicher Regenchauer am Samstag zog es Tausende von Besuchern zu der beliebten Veranstaltung, wo es auch Neuerungen gab.

So wurde der Markt nun von Tierpark-Mitarbeiter Fabian Frank organisiert, der die Nachfolge von Renate Hofmann antrat. „Wie schon beim Frühlingsmarkt haben wir nun die Stände als Rundweg angeordnet“, erklärte der 27-Jährige. Außerdem habe man versucht, das Gesamtangebot kompakter zu platzieren, etwa die Strohhüpfburg von der Festwiese in die Marktmeile zu integrieren. So konnten die Gäste entlang der Alpaka-Allee hoch zum Weg am Bauernhof bummeln und über einen Wiesenpfad wieder an den Anfang gelangen.

„Mir gefällt die neue Aufteilung gut“, sagte beispielsweise Regina Klinghardt, während sie stolz mit ihrer Enkelin ein Alpaka entlang der Stände führte. Es gehört Familie Gottmann, die erstmals mit acht Alpakas bei einer Veranstaltung im Tierpark dabei war. „Bei uns in Volkmarsen machen wir Natur-Wanderungen mit der Herde“, erklärte Hendrik Gottmann, der an seinem Stand auch Strickgarn, kleine Decken oder Schuheinlagen aus Alpakawolle verkaufte.

Pilze selber züchten

Neu war auch die Wald-Farm, die Pilz-Stämme anbot. „Das Pilzmyzel wird in Holzstämme gebracht“, erklärte Marc-Robin Lückert sein Produkt. Mehrmals pro Jahr könne man dann die Austernseitlinge oder Stockschwämmchen ernten - bis zu sieben Jahre lang. Besondere Elixiere konnten die Besucher bei Kräuterfrau Anette Zimmermann erwerben, die Auszüge aus verschiedenen Knospen vorbereitet hatte, die sich bei bestimmten Leiden positiv auswirken sollten, wie sie berichtete. Exotisch auch ihr Ketch-up, nicht aus Tomaten, sondern der Jahreszeit entsprechend aus Rote Beete.

Viele regionale Produkte

60 Stände mit regionalen Produkten und reichlich Kunsthandwerk luden zum stundenlangen Stöbern ein. Wer wollte, konnte sich Apfelsorten von Pomologe Markus Koch bestimmen lassen oder von einem Pilzkundler erfahren, welche Sorten dieses Jahr besonders häufig vorkommen, nämlich Champignons und Parasol. Manche Standbetreiber verrieten auch Anbaugeheimnisse: „Ich habe meine Kartoffeln schon im März in die Erde gebracht und das hat mir zu einer guten Ernte verholfen“, erklärte Raphael Dörbaum.

Technisches Hilfswerk erstmals dabei

Erstmals mit von der Partie war das Technische Hilfswerk Hofgeismar mit Vorführungen und einem Gewinnspiel. Neu waren auch Auftritte des Jagdhornbläser-Corps Hofgeismar, das das Musikprogramm gestaltete.

Ein Mittelpunkt war wieder Ludwig Bär mit seinem Ziegengespann, in dem Kinder mitfahren konnten. Die Tiere wurden immer wieder getätschelt und Besucher posirten neben ihnen für Fotos.

Auch die historische Feldarbeit, das Pflügen mit gewaltigen Shire-Horses oder auch Bullen der Rasse Rätisches Grauvieh kam gut an.

Kartoffelernte dürftig

Etwas enttäuscht waren die vielen Kinder bei der Kartoffelernte, denn es war diesmal kaum etwas zu holen. „Es war in diesem Sommer einfach zu trocken“, meinte Karsten Schröder vom Gottsbürener Treckerverein, der mit historischen Ackergeräten wie Eggen und Kartoffelrodern die Erdäpfel hervor holte. „Die Erde ist heute viel zu feucht, normalerweise würde man an einem Tag wie diesem keine Kartoffeln ernten.“ (Tanja Temme)

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