Hessentag in Hofgeismar: Beirat prüft den Hessentagsplan

Nur eingemottet: Das Schild mit der Ankündigung des Landesfestes wurde gestern von den Bauhofmitarbeitern Jürgen Müller (rechts) und Uwe Fülling in den Schuppen getragen. Dort wird es im Frühjahr wieder herausgeholt werden. Denn der Hessentag findet statt, ist sich die Mehrheit der Stadtverordneten einig. Foto:  Temme

Hofgeismar. Stadtverordnete wollen mehr Kontrolle bei der Vorbereitung des Landesfests in Hofgeismar haben. Ob dass überhaupt nötig ist, darüber gingen die Meinungen auseinander.

Das Hofgeismarer Parlament will Kontrolle über die Planung des Hessentags. Darin waren sich am Montagabend alle einig. Unter dem Strich stand aber das Signal: Hofgeismar steht weiter hinter dem Hessentag. Einzige Ausnahme: die Linke, die forderte, das Landesfest zurückzugeben.

Die CDU hatte einen Antrag gestellt, dass dem Hessentagsbeirat eine Planung für das Fest vorgelegt wird und dieser darüber beschließt. Es gehe um die „parlamentarische Beteiligung am Verwaltungsablauf“, sagte CDU-Fraktionschef Gotthard Brand.

Er betonte auch, dass es der CDU nicht um das nun höher kalkulierte Defizit von 1,1 Mio. Euro gehe. „Es war klar, wir werden für den Hessentag deutlich mehr ausgeben, aber wir werden auch Einnahmen erzielen“, sagte er.

Das Problem sei, dass man den Hessentagsbeirat - darin sitzen hauptsächlich Stadtverordnete - gegründet habe, um die Beschlüsse des Parlaments vorzubereiten. Nur: Das Parlament hat nicht viel zu beschließen im Bezug auf den Hessentag. Es sagt lediglich Ja oder Nein bei der Bewilligung des Geldes über den Haushalt. Die eigentlichen Entscheidungen fielen in „Salamitaktik“ im Lenkungsausschuss, also dem Magistrat.

Die CDU-Initiative bekam sofort Beifall - allerdings vermutlich eher aus der ungewünschten Ecke. Denn die Hofgeismarer Linke forderte, den Hessentag ausfallen zu lassen. „Wir sind bei Feierkosten bei einem Defizit von 1,1 Millionen Euro und das wird nicht Ende des Liedes sein“, sagte Dr. Christian Knoche. Man habe eine „klasse Planung ohne Beteiligung der Stadtverordneten“. Es knirsche gewaltig, die großen Bauprojekte kämen nicht voran. Er glaube allerdings auch nicht, dass da ein Planungskonzept helfe.

„Die Linke sucht nur nach Gründen, um den Hessentag zu diskreditieren“, sagte 1. Stadtrat Günter Ebel (SPD). Er verwies auch darauf, dass man im Hessentagsbeirat Planzahlen bereits im September vorgestellt habe. Mit dem CDU-Antrag habe er aber kein Problem: „Das ist doch, was wir alle wollen: größtmögliche Transparenz und nicht, dass wie bei einem anderen Projekt vor ein paar Jahren eine Grauzone entsteht, wo niemand mehr den Durchblick hat.“

Der künftige Bürgermeister Markus Mannsbarth (SPD) betonte, dass man den Beirat ins Leben gerufen habe, um auch ein Stück Verantwortung vom Hessentagsteam zu nehmen. Der Antrag sei eine gute Entscheidung, auch wenn man bereits detailierte Angaben über vergebene Aufträge bekommen habe. (gör)

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