April, April: Meldung zu Alt-Bürgermeistern war ein Scherz

Heinrich Sattler

Hofgeismar. Das kostensparende Engagement der Bürgermeister-Ruheständler beim Hessentag in Hofgeismar schien der Redaktion so realistisch, dass sie es den Lesern nicht vorenthalten wollte.

Es war zwar alles nur ausgedacht, aber es ist ja nicht auszuschließen, dass sich einer der Kandidaten doch noch engagiert einbringt.

So las sich der Aprilscherz am Mittwoch:

In Hofgeismar stand Heinrich Sattler, in Lieben Peter Lange altersbedingt nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung, in Calden wurde Amtsinhaber Andreas Dinges nicht wieder gewählt. Allen drei ist gemein, dass sie sich längst noch nicht zum „alten Eisen“ zählen und nach wie vor von Tatendrang erfüllt sind. Das habe sich längst auch bis nach Wiesbaden herumgesprochen, teilte jetzt der Hessentags-Organisator in der Staatskanzlei, Heinrich Kaletsch, mit.

Das Land sei stets darauf bedacht, mit den finanziellen Mitteln sparsam hauszuhalten, und alle verfügbaren personellen Ressourcen zu mobilisieren. Vor diesem Hintergrund sei die Landesregierung „hocherfreut“, dass man die drei Alt-Bürgermeister als besondere „Zugpferde“ für den Hessentag gewinnen konnte.

Andreas Dinges

Die den dreien zugeteilten Aufgaben entsprächen den jeweiligen Biographien und Neigungen. So werde der ehemalige Zeitsoldat Peter Lange als „Verbindungsoffizier“ zwischen Rathaus, Staatskanzlei und Bundeswehr fungieren. Die Bundeswehr präsentiert sich auf dem Hessentag mit einer Ausstellung und zahlreichen Aktionen. Zudem soll Lange den Auftritt der Kastelruther Spatzen moderieren und für Wohlfühl-Atmosphäre im Zelt sorgen.

Die Rolle als „Einpeitscher“ und „Stimmungskanone“ ist indes Andreas Dinges zugedacht. Der Caldener solle im Zelt und auf den Bühnen im Stadtgebiet fast täglich zum Einsatz kommen. „Er hat immer gute Laune und weiß mit seinem erfrischenden Lachen mitzureißen“, sagt Heinrich Kaletsch. Auch Misserfolge würden Dinges nicht aus der Bahn werfen, das habe er im Zusammenhang mit dem Flughafen bewiesen, so der Mitarbeiter der Staatskanzlei.

Peter Lange

Den Hessentags-Dauerauftrag der charmanten Art weist die Staatskanzlei Heinrich Sattler zu. Der „Grandseigneur“ unter den Alt-Bürgermeistern sei für das Damenprogramm des Hessentags mit verantwortlich, sagt der Hessentags-Chefplaner. So soll Sattler die Damen der Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Hessentagsmeile führen. Abends im Weinzelt solle er dann in lockerer Runde aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz plaudern. „Welt- und redegewandt wie wir den ,Henner’ kennen, wird er die Damen dann zu beeindrucken und mitzureißen wissen“, sagt Kaletsch.

Gestern unterzeichneten Lange, Dinges und Sattler ihre Ehrenamts-Verträge. Als Hofgeismars Altbürgermsier Horst Buchhaupt von dem Engagement des Trios erfuhr, schloss er sich spontan an. Er übernimmt die Aufgabe, Besucher vom Parkplatz per Bus zu den Veranstaltungsorten zu chauffieren. Die vier sind sicher, mit ihren Auftritten dem Hessentag eine besondere Note geben zu können. Dass sie dabei auf jegliches Honorar verzichten, sei für sie selbstverständlich. „Der Dank und der Applaus des Publikums wird uns Lohn genug sein“, sagte Sattler.

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