CDU Hofgeismar: Abschied von Altbürgermeister Heinrich Sattler

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CDU Vorsitzenden Maik Sembowski (rechts) dankte Heinrich Sattler für seine langjährige Arbeit für die Partei.

Hofgeismar. Ein Name wird mit der Hofgeismarer CDU stets in einem Atemzug genannt. Und zwar der von Heinrich Sattler.

Da dieser zum Jahreswechsel aus seinem langjährigen Amt als Bürgermeiser schied, wurde ihm beim Jahresempfang der Partei am Freitagabend in der Hofgeismarer Stadthalle für sein langjähriges Engagement gedankt.

Hoher Besuch aus Wiesbaden: Michael Boddenberg, Fraktionsvorsitzender der CDU im Hessischen Landtag (links), hielt beim Jahresempfang der Hofgeismarer CDU die Gastrede. Hofgeismars ehemaliger Bürgermeister Heinrich Sattler (mitte) lobte er für sein damaliges Engagement für das Ferienressort Beberbeck. Zudem erinnerte er daran, dass Sattler den Hessentag in den Ort geholt hätte.

Als Gastredner sparte auch Michael Boddenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag nicht an lobenden Worten für Sattler. Vor allem das gescheiterte Tourismusprojekt Beberbeck stellte er dabei in den Fokus: „ Du hast damals nicht nur mich, sondern viele im Landtag bis hin zu Roland Koch von diesem Vorhaben überzeugt.“ Im Weiteren kam der Abgeordnete auch auf den Hessentag zu sprechen. Dass dieses Fest in Hofgeismar stattfände, sei vor allem Sattler zu verdanken, der sich dafür stark gemacht hätte. Natürlich gingen die Kommunalpolitiker damit auch ein Risko ein, doch von Wiesbaden aus würden sie alles tun, dass das Fest am Ende ein Erfolg werde.

Abwechslung in den Abend brachte eine Talk-Runde, an der Vertreter der CDU von der Kommunal- bis hin Bundesebene teilnahmen. Darin wurden etwa Sattlers Verbindungen zur großen Politik erwähnt. Diese habe er stets zum Wohl der Stadt eingesetzt, nie eigenen Vorteil daraus gezogen, erklärte Gotthard Brand, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtparlament.

Sattler nicht ganz aus der Verantwortung zu lassen, da sie ihn als Ratgeber schätzten, sagte Bundestagsabgeordneter Thomas Visehohn. Und die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Waltraud Vialon erinnerte an die Zeit, als Sattler erstmals zur Bürgermeisterwahl antrat, damals aber alle keinen großen Glauben an einen Wahlsieg hatten.

Natürlich meldete sich auch Sattler selber zu Wort. „Wenn man sich nach so vielen Jahren aus der Politik zurückzieht, ist das nicht ganz einfach“, so eine seiner ersten Aussagen. Im Rückblick könne er sagen, es sei eine spannende, aber auch manchmal bis an den Rand der Erschöpfung gehende Tätigkeit gewesen. Daneben ließ auch er es sich nehmen, noch einmal auf das Projekt Beberbeck einzugehn. Das ganze Kabinett hätte er seinerzeit überzeugt und Roland Koch mit ins Boot zu holen, sei nicht einfach gewesen. „Geplatzt ist das Ding beim Notartermin und das hat mir bis zum heutigen Tag weh getan, vor allem, dass da 3,5 Millionen Euro aus unserem Stadtsäckel aufgebraucht wurden.“ Dass er das mit dem Hessentag wieder gut gemacht hat, machte er im Folgenden deutlich: „Ohne den Hessentag hätten wir nie acht Millionen bekommen - auf der einen Seite habe ich drei Millionen verballert, dafür aber acht hier her geholt, deshalb habe ich ein gutes Gewissen.“

Als Neujahrswunsch gab er noch seinen Parteikollegen mit auf den Weg, die neue Mehrheit mit der WSD sinnvoll zu nutzen. Im Hinblick auf die Kommunalwahlen in einem Jahr müsse die CDU sich klar profilieren und von der SPD abheben.  

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