Provisorium für ein bis zwei Jahre

Für Rhein-Ruhr-Express: Bahnsteig in Hofgeismar wurde provisorisch erhöht

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Eine Stufe mehr: Der Hofgeismarer Bahnsteig ist jetzt höher gelegt, damit man sowohl in die Regiotram als auch in die demnächst fahrenden RRX-Züge einsteigen kann. Der bisherige stufenlose RT-Zugang fällt vorübergehend weg.

Hofgeismar. Irritiert waren in dieser Woche etliche Bahnreisende über Bauarbeiten am Hofgeismarer Bahnhof, die den Einstieg in die Regiotrams erschweren.

Dabei handelt es sich lediglich um ein Provisorium, das allerdings ein bis zwei Jahre bestehen wird. Seit Montag sind Mitarbeiter einer Berliner Firma im Auftrag der Bahn AG damit beschäftigt, den Mittelbahnsteig auf kompletter Breite mit einer Balkenkonstruktion und einem Holzbohlenbelag zu versehen, der bis zum Wochenende fertig sein soll, wie NVV-Sprecherin Sabine Herms auf Anfrage erklärte.

Durch diese zusätzliche Ebene wird das Niveau des Bahnsteigs flächendeckend um 17 Zentimeter angehoben. Grund dafür ist der neue Rhein-Ruhr-Express (RRX), der ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Dezember im Zwei-Stunden-Takt zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Düsseldorf (mit Anbindung an den Flughafen) verkehren wird.

Weil die stufenlosen Einstiege der aktuell verkehrenden Regiotrams in 38 Zentimetern Höhe über Gleisoberkante liegen und der aktuelle Bahnsteig daran angepasst ist, die Einstiege des ebenfalls stufenlosen RRX-Schnellzuges aber 76 Zentimeter über den Gleisen liegen, muss ein neuer, höherer Bahnsteigteil gebaut werden. Weil der aber erst im Jahr 2020 gebaut werden kann, muss bis dahin ein Provisorium her – die aktuell gebaute Holzplattform. 

Ihre Höhe liegt genau zwischen der Höhe der Einstiege von Regiotram und RRX, sodass in beide Zugarten jeweils eine kleine Stufe zu überwinden ist. Rollstuhlfahrern hilft das Personal mit kleinen Rampen. Eine andere Lösung gibt es derzeit nicht.

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