Jetzt geht es um die Dörfer

Dorferneuerung in Hofgeismarer Ortsteilen offiziell gestartet

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Stadthalle Hofgeismar: Auftaktveranstaltung und Infoabend zur Dorfentwicklung IKEK

Hofgeismar – Kleine Orte lebenswerter und attraktiver machen. Das ist das Ziel der Dorferneuerung. Jetzt machen die Hofgeismarer Ortsteile mit.

Das Wohnen auf dem Dorf hat auch sein Gutes. Angesichts der steigenden Miet- und Immobilienpreise in Kassel und anderen Städten kommen die Dörfer wieder mehr in den Blick von Pendlern und Wohnungssuchenden. 

Das gilt auch für die Hofgeismarer Stadtteile, die jetzt in die Dorferneuerung kommen, um sie attraktiver zu machen. Beispiele dafür wurden jetzt bei der Auftaktveranstaltung in der Hofgeismarer Stadthalle gezeigt.

Kleine Orte sollen aufgewertet werden

Die Dorferneuerung soll – angesichts der sinkenden Einwohnerzahlen und der zunehmenden Zahl älterer Einwohner – die kleinen Orte wieder lebenswerter und attraktiver machen. 

Dafür gibt es vom Land Zuschüsse, die aber kein Selbstbedienungsladen sind. „Das funktioniert nur, wenn Sie alle mitmachen“, appellierte Bürgermeister Markus Mannsbarth deshalb an die über 50 anwesenden Bürger, die nun die Botschaft an die übrigen Einwohner weitertragen sollen.

Die Ideen, so ergänzte Mannsbarth, müssten von den Bewohnern selbst kommen, die Politik gebe das nicht vor. Ohne eigene Ideen und eigenes Engagement könne es nicht funktionieren.

Für die Kernstadt gibt es aus einem anderen Topf Gelder  

Ziel der Dorferneuerung sei es, eine Gesamtstrategie für die Kommune zu entwickeln, erläuterte Dirk Hofmann als Vertreter der Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel. 

Die Kernstadt Hofgeismar wird aus anderen Programmen gefördert, wird aber in der Bewertung der Ortsteile mit berechnet, wenn es zum Beispiel um Infrastruktur geht. 

Bis zum Jahresende wird von den Bürgern gemeinsam mit einem Planungsbüro ein Konzept, das sogenannte IKEK, erstellt, dann beginnt die Umsetzungsphase. Die ersten Treffen finden im April statt.

Welchen Erfolg Bürgereinsatz haben kann, schilderte ein Vertreter einer von Bürgern aufgebauten und betriebenen Dorfkneipe in Nordrhein-Westfalen, die mehrere 10 000 Euro Überschuss pro Jahr erwirtschaftet und in eigene Dorfprojekte zurückfließen lässt.

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