Märchenhafte Zimmer

Endspurt auf Baustelle des Hotels Seider

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Beeindruckt: Staatssekretär Mark Weinmeister (2. von rechts, neben Bürgermeister Markus Mannsbarth) zeigte sich beim Rundgang – unser Foto entstand noch vor den Corona bedingten Kontaktsperren – von dem „Riesenprojekt“ schwer beeindruckt. Architekt Michael Pleßmann (2. von links) erläuterte die Märchenmotive der Zimmer. 

Nach mehrmaligen Verzögerungen befindet sich der Neubau des 100-Betten-Hotels Seider in Hofgeismar auf der Zielgeraden.

Nachdem als letzter Bauabschnitt die Gestaltung der Außenanlagen begonnen hat, planen die Bauherren Viktor und Rosa Seider und Architekt Michael Pleßmann eine Inbetriebnahme des Restaurants im April und die offizielle Hotel-Eröffnung Anfang Mai. Wegen der aktuellen Corona-Krise kann sich das aber noch verschieben.

Der Riesenbau hat die vielfachen Ausmaße eines Einfamilienhauses und für die Planung und für die Ausführung musste das Planungsbüro 20 verschiedene 3D-Modelle erarbeiten. Die Koordination von fast 40 Gewerken auf der Baustelle war extrem aufwendig und da oft eines vom anderen abhängig war, geriet das Projekt zu einer komplexen Aufgabe, die sich oft aufgrund von Kleinigkeiten verzögerte, weil bestimmte Reihenfolgen eingehalten werden mussten. So konnte die für das Jahresende 2019 geplante Fertigstellung nicht erreicht werden, sie rückt aber nun schnell näher.

Abschließende Prüfung durch Bauaufsicht fehlt noch

Die Handwerker arbeiten sich rückwärts Richtung Eingang aus dem Gebäude heraus. Viele Möbel für die Zimmer sind schon geliefert, einige stecken aber jetzt beispielsweise an der Grenze zu Slowenien fest, wie Architekt Pleßmann berichtet. Auch die abschließende Prüfung durch die Bauaufsicht konnte noch nicht stattfinden.

Der Anbau des 6-Millionen-Euro-Hotels an die Essbar erfolgte während des laufenden Betriebes. In den großen Festsaal wurde eine Schutzwand eingezogen und dahinter erfolgte der Durchbruch zum Neubau, wo sich ein weiterer Saal mit Bühne befindet. Nach Auskunft der Planer war ein enormer Nervenkitzel dabei, ob die elf Meter lange Schiebewand passen würde, denn sie hatte nur wenige Millimeter Toleranzen beim Einbau. Doch alles passte. Im Erdgeschoss wird gerade hinter dem Durchbruch von der Essbar das A-la-Carte-Restaurant fertiggestellt, das morgens als Frühstücksraum für das Hotel dienen wird.

Premiere: Bauherr Viktor Seider (rechts) und Begleiter öffnen erstmals die neue Schiebetür zwischen dem alten Saal (vorn) und dem Anbau.

Während der Bauarbeiten musste das Essbar-Büro mehrfach umziehen, zeitweise änderten sich alle drei Tage die Ein- und Ausgänge und die Anlieferung. In drei unabhängig voneinander erreichbaren Sälen sollen später 500 Gäste in dem Tagungs- und Kongresshotel versorgt werden können, bislang einmalig in Hofgeismar, zumal gleichzeitig auch bis zu 100 Personen im Gebäude übernachten können.

„Das ist ja der Wahnsinn“, meinte der Hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Mark Weinmeister (CDU, Guxhagen), als er Anfang März die Baustelle besuchte um sich davon zu überzeugen, wie die Zuschüsse aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung hier umgesetzt wurden. „Das ist ja der Wahnsinn, so ein Projekt zu stemmen“, entfuhr es Weinmeister, als er sich fünf Jahre nach seinem ersten Besuch beim Hessentag in der damals noch kleinen Essbar jetzt davon überzeugte, was daraus geworden ist. Er sei „schwer beeindruckt“, sagte der Staatssekretär. Bei dieser Gelegenheit überreichte er auch Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth (wie auch in Bad Karlshafen) eine Urkunde über die Anerkennung der Stadt als Mitglied im Europanetzwerk. Partner des Netzwerks können all jene sein, die sich für Europa stark machen, für Europa interessieren oder in der Europaarbeit tätig sind. Darin sind Institutionen, Vereine, Unternehmen, öffentliche Stellen oder zivilgesellschaftliche Akteure vertreten, die sich für die Europa-Idee einsetzen.

Auch wenn die Essbar aktuell wegen der Corona-Krise keine Gäste empfängt, läuft doch der Betrieb mit Lieferung und Essen zum Mitnehmen, wie es inzwischen viele Gastronomen anbieten, wie gewohnt weiter. Seiders freuen sich schon auf die große Eröffnung, sobald alles wieder normal läuft.

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