Millionen flossen in die Stadt

Hofgeismar erhielt mehr Geld als andere Kommunen

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Stadtkern aus der Luft: Dieses Archivfoto zeigt Hofgeismar im Jahr 2013. Seitdem ist viel passiert, die Kommune ist im Programm Aktive Kernbereiche.

Hofgeismar. Es heißt „Aktive Kernbereiche“ und bringt Hofgeismar Geld. Seit drei Jahren ist die Stadt in dem Landesprogramm, doch was steckt dahinter? Fragen und Antworten:

Wir haben mit Bürgermeister Markus Mannsbarth darüber gesprochen und Fragen und Antworten zusammengetragen.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Aktive Kernbereiche?

In Hessen gibt es eine Reihe von Programmen, mit denen Städte und Gemeinde sich und ihren Bewohnern Zuschüsse sichern können, um ihre Stadt zu entwickeln. Dabei stellten Land und Bund in Hessen im Jahr 2016 rund 14,4 Millionen Euro bereit, damit die Innenstädte ausgewertet werden können.

Wie hat Hofgeismar bisher davon profitiert?

Markus Mannsbarth

5,1 Millionen Euro sind in drei Jahren in die Stadt geflossen. Dabei handelt es sich um Geld, dass ausgegeben wurde oder bewilligt ist und noch zur Verfügung steht. Laut Bürgermeister Markus Mannsbarth hat die Stadt zweimal in Folge die höchste Fördersumme in Hessen bekommen. Für 2016 waren das Zusagen über 1,8 Millionen Euro.

Ist das viel im Vergleich zu Mitbewerbern?

Ja, die anderen drei Kernbereichs-Kommunen im Landkreis, Wolfhagen, Baunatal und Grebenstein, bekamen zusammen 300 000 Euro. Insgesamt gab es 23 Förderstandorte in Hessen.

Kann Hofgeismar noch mehr Geld bekommen?

Kommunen bleiben zehn Jahre in dem Programm, es ist also noch was möglich. „Die Summe der Förderung hängt von den Projekten ab, die man anmeldet“, sagt Mannsbarth. Wer gute Ideen hat, kann also mehr bekommen. Beispielsweise hat das Verbundprojekt im Petriviertel, ein neues Angebot für selbstbestimmtes Wohnen im Alter, eine Extraförderung erhalten. Im Schnitt bringe das Förderprogramm über die komplette Dauer sieben bis zehn Millionen für eine Kommune.

Aber irgendwo muss doch der Haken sein?

Ja, ohne eigenes Geld geht es nicht. Das bedeutet: 72 Prozent der förderfähigen Summe trägt das Land, 28 Prozent die Stadt. Mit städtischem Anteil standen und stehen also 7,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Profitieren Privatleute auch von dem Geld?

Ja, ein Teil der Summe, 227 000 Euro, floss an private Hausbesitzer, die ihr Eigentum im Innenstadtbereich sanieren wollten. 40 Gebäude in der Stadt gebe es, an denen Sanierungsarbeiten gemacht oder geplant seien. Das kann vom Austausch der Fenster bis hin zu einer Sanierung gehen. In der Regel ist die Förderung auf 20 000 Euro gedeckelt. Unter dem Strich floss in Hofgeismar wesentlich mehr Geld in die Innenstadt: Jeder Förder-euro löse fünf Euro aus, die investiert würden – weil eben nur ein Teil der Summe förderfähig ist.

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