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Hofgeismar: Finanzamt gibt Tipps im Internet und am Telefon

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Von: Bernd Schünemann

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Ein Steuerformular zur Erklärung der Grundsteuer
Halbzeit bei der Grundsteuer: Bis Ende Oktober müssen rund 183 000 Menschen in Stadt und Landkreis eine Erklärung bei den Finanzämtern in Stadt und Kreis Kassel eingereicht haben. © Jens Büttner/dpa-zentralbild/dpa

Rund 183 600 Grundsteuererklärungen müssen bis Ende Oktober bei den beiden Finanzämtern in Stadt und Kreis Kassel abgegeben werden.

Hofgeismar – Bis Ende vergangener Woche waren etwa 15 Prozent eingegangen, teilte die Oberfinanzdirektion (OFD) in Frankfurt mit. Damit liegen die beiden Finanzämter Kassel I und Kassel II-Hofgeismar im landesweiten Schnitt. Bei der OFD ist man mit dem Ergebnis zufrieden.

Vom Verfassungsgericht gefordert

Das Bundesverfassungsgericht hatte die Neuordnung der Steuer auf den Weg gebracht. Die bisherige Grundsteuer fußt auf veralteten Werten aus dem Jahr 1964. Das sei ungerecht, hatte das Verfassungsgericht 2018 geurteilt. Deshalb müssen in der Bundesrepublik die veralteten Grundlagen ab 2025 durch eine neue Grundsteuer ersetzt werden.

In Hessen betrifft das rund drei Millionen Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Auch Städte und Gemeinden müssen die Erklärungen abgeben: jeweils einzeln für ihre Grundstücke wie auch für Dorfgemeinschaftshäuser und andere Einrichtungen.

5000 Härtefallanträge positiv beschieden

Die beiden Finanzämter, die für die Steuerzahler in Stadt und Kreis zuständig sind, hätten bisher rund 5000 Härtefallanträge positiv beschieden (Stand: 19. August), sagt Alina Oehlerking, Sprecherin der OFD. In den Härtefällen kann die Erklärung in Papierform abgegeben werden. Ansonsten müssen die Erklärungen über das Elster-Portal der Steuerverwaltung im Internet erfolgen. 2,5 Prozent aller Erklärungen in Stadt und Kreis könnten demnach in Papierform vorgelegt werden, ergänzte die Sprecherin. Das ist möglich, wenn Betroffene keinen Zugang zum Internet haben.

Mit der Freigabe der elektronischen Formulare zum 1. Juli waren die Server der Finanzverwaltung überlastet, viele Nutzer mussten sich gedulden. Nach diesem holprigen Start seien der OFD in Hessen „keine weiteren technischen Störungen bekannt“ geworden. Eine Verlängerung der Abgabefrist, die für Ende Oktober angesetzt ist, erscheint in der Oberfinanzdirektion „aus derzeitiger Sicht nicht notwendig“.

Mehr Mitarbeiter an der Steuer-Hotline

Im Hofgeismarer Finanzamt hat man sich zusätzlich vorbereitet. Dort ist die Steuerhotline angesiedelt, die landesweit Anfragen hessischer Steuerpflichtiger beantwortet. Die Finanzverwaltung hat die Zahl der Hotline-Mitarbeiter aufgestockt. Zehn Telefonagenten arbeiten dort üblicherweise. Zeitweise wurde die Zahl verdoppelt. Bei Bedarf gibt es Unterstützung aus anderen hessischen Finanzämtern. (Bernd Schünemann)

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