Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte ist Käufer

Hofgeismar: Frühere Kirche wird Therapiezentrum

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Zwischenwände werden eingezogen: Hier war früher der große Saal, in dem Gottesdienste abgehalten wurden. Nun entstehen dort Büroräume.

Hofgeismar. Die frühere Neuapostolische Kirche (NAK) in Hofgeismar wird zu einem stationären Theraphiezentrum umgebaut.

Der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte hat das Gebäude gekauft und verlegt seinen Sitz dorthin. Parallel zu den Umbauarbeiten werden dort momentan Flüchtlingskinder aus Calden unterrichtet.

Das Therapiezentrum war ursprünglich im alten Hofgeismarer Bahnhof geplant. Ende 2014 hatten die Stadt und der Verein bekannt gegeben, dass man sich einig sei. Doch laut Vereinsvorsitzendem Wolfgang Werner bröckelte danach die Unterstützung für das Projekt. „Wir hätten allein 1,7 Millionen Euro investieren müssen“, sagt Werner. Daher sah sich der Verein nach einem neuen Gebäude um.

Fündig wurde man am Unteren Rennebaum in Hofgeismar: Im März des vergangenen Jahres hatte die Neuapostolische Kirche das Gebäude aufgegeben. Für 350.000 Euro ging es an den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, der bisher in der Käthe-Kollwitz-Schule seinen Sitz hat. Die frühere Kirche „ist ein ideales Objekt für uns“, sagt Werner. Dort wird es künftig Physiotherapie geben. Ergotheraphie und Logopädie (Sprachtherapie) bietet der Verein anderenorts an. Den Umbau könne der Verein allein finanzieren, da er für seine Dienste mit Landkreis, Krankenkasse und Sozialämtern abrechne.

Mit 105 Beschäftigten ist der Verein ein großer Arbeitgeber in Hofgeismar. Die Umbauarbeiten sollen laut Werner im Sommer abgeschlossen sein. Dann geht er als Schulleiter der Käthe-Kollwitz-Schule in den Ruhestand und wird Geschäftsführer des Vereins.

Neues Leben ist in die aufgegebene Kirche bereits eingekehrt: In Kooperation mit dem Rotary Club Kassel-Hofgeismar wird dort Flüchtlingskindern aus Calden Deutsch beigebracht. Die Rotarier machen das Projekt mit 5000 Euro und ehrenamtlichen Helfern möglich.

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