Sonntags wieder in die Kirche

Gottesdienste im Kreisteil werden mit Schutzvorkehrungen gefeiert

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Bereit für den Neustart: Pfarrer Sven Wollert vor der Kirche in Calden-Westuffeln. Am Sonntag müssen die Gottesdienstteilnehmer in der Kirche allerdings Mund-Nase-Abdeckungen tragen.

Mit dem Start der Gottesdienste haben die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Kreisteil Hofgeismar nach der Freigabe durch das Land zunächst abgewartet.

Nun werden in einer Reihe von Gemeinden ab dem morgigen Sonntag wieder Gottesdienste gefeiert. Dabei zeigt sich im evangelischen Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen „ein ganz wechselhaftes Bild“, sagt dessen Öffentlichkeitsbeauftragter, Pfarrer Sven Wollert. Während es in einigen Gemeinden Sonntag losgeht, haben andere Kirchenvorstände noch keine Entscheidung getroffen, wann es wieder Gottesdienste gibt. 

Außerdem gibt es Gemeinden, die an ihren bisherigen alternativen Angeboten festhalten wollen, zum Beispiel Andachten im Internet. In jedem Fall werden die Besucher Gottesdienste in ungewohnter Form erleben, erklärt Wollert. Das Tragen von Mund-Nase-Abdeckungen ist in evangelischen Kirchen Pflicht, in katholischen wird es dringend empfohlen. Für diesen Schutz müssen die Gläubigen selbst sorgen.

Singen in der Kirche ist untersagt

Sicherheitsabstände müssen auch in den Kirchen eingehalten werden, sodass deutlich weniger Plätze zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu den katholischen Gemeinden verzichten die evangelischen auf eine telefonische Anmeldung, ergänzt Wollert. Dort muss also bei Bedarf vor dem Gottesdienst geregelt werden, wer teilnehmen kann und wer nicht. Sowohl die katholischen als auch die evangelischen Gemeindemitglieder dürfen nicht singen, weil Corona-Viren so übertragen werden könnten. Evangelische Christen müssen auf Bittruf und Lobpreis verzichten. „Wir tasten uns da ran, unter diesen Bedingungen Gottesdienst zu feiern“, sagt Wollert.

Pastoralreferent Stefan Ahr vom katholischen Dekanat Kassel-Hofgeismar geht davon aus, dass die telefonische Anmeldung zum Gottesdienst noch mehrere Monate notwendig sein wird. Durch die Auflagen seien „die Kirchen klein geworden“. Ein besonderes Problem unter den Corona-Bedingungen werde das Austeilen des Abendmahls, die Gabe der Hostien.

Die Christusgemeinde am Airport in Calden hat schon am vergangenen Sonntag den ersten Gottesdienst gefeiert. In dem großen Gebäude stehen 50 Plätze zur Verfügung, die mit Sicherheitsabstand alle besetzt waren.

Gute Resonanz in Immenhausen

In den katholischen Gemeinden ist der Besuch der Gottesdienste nur nach telefonischer Anmeldung in den Pfarrbüros möglich. In der Gemeinde St. Clemens-Maria in Immenhausen wurde das bereits am vergangenen Wochenende so geregelt. Pfarrer Andreas Schreiner freute sich trotz der Umstände über eine gute Resonanz. Einige Plätze waren in der Immenhäuser Kirche freigeblieben. Der Gottesdienst wurde weitgehend durch „Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt gemacht.

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