Federvieh sucht Tanten und Onkel

Hombresser Geflügelzuchtverein bietet Hühnerpatenschaften an

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Sie lieben Federvieh: Bernd Hampe, Dirk Kaufmann und Klaus Weß (von links) hoffen, dass möglichst viele bei der Hühnerpatenschaft mitmachen. Unser Bild entstand vor der Kontaktbeschränkung.

Wenn Dirk Kaufmann nach einem stressigen Arbeitstag entspannen will, dann zieht es ihn dahin, wo gegackert und gescharrt wird – zu seinen Hühnern.

Solch erholsame Erlebnisse möchte der Vorsitzende des Hombresser Geflügelzuchtvereins auch anderen ermöglichen. Deshalb bietet der Verein Hühnerpatenschaften an: Durch eine Spende kann man „Tante“ oder „Onkel“ eines oder sogar von mehreren Tieren werden.

„Das Projekt bietet eine Art Win-Win-Situation. Einerseits wird durch eine Spende unsere Vereinsarbeit gefördert. Andererseits lernen Kinder und Erwachsene vieles über das Leben der Hühner und entdecken für sich vielleicht sogar den Charme des Landlebens“, sagt Ideengeber Bernd Hampe. Für das Vorhaben stehen eine kleine Gruppe von Rassegeflügel wie Vorwerk-, Sussex- und Sundheimer Hühner, aber auch Fasane und Tauben zur Verfügung. Sie alle teilen sich ein weitläufiges Areal mit Teich und Stall zum Übernachten in der Anlage des Vereins.

Hühnerpate für ein oder mehrere Tiere werden

„Viele Menschen hätten gerne Hühner, haben aber keine Möglichkeit sie zu halten“, sagen die Hombresser. Sie gehörten zur Zielgruppe ihrer Idee. Dass es nicht nur spannend und lehrreich ist, das Federvieh im Auslauf zu beobachten, sondern „einen wirklich auftanken lässt“, sind nur einige Gründe, warum beide seit Jahren Geflügel züchten. Diese Erlebnisse möchten sie nun auch anderen Tierfreunden bescheren.

Und das soll in etwa so laufen: Wer Interesse hat, kann für ein oder auch mehrere Tiere Pate werden. „Dafür gibt man eine Spende, die völlig variabel ist. Ganz sicher werden wir uns da einig“, ergänzt Kaufmann.

Am Futterautomat gibt es Getreide

Als Gegenleistung kann man sich jederzeit bei seinem Tier im Vogelpark aufhalten, es füttern und sein Sozialverhalten studieren. „Natürlich wird auch ein Namensschild des Paten am Hühnerhaus angebracht.“ Wer keine Leckerei dabei hat, für den haben die Vereinsmitglieder einen Futterautomaten installiert. An dem erhält man für 20 Cent eine Handvoll Getreide. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn möglichst viele mitmachen, denn so wird auch unser Hühnerparadies hier oberhalb von Hombressen gesichert.“

Nicht zuletzt hofft der Verein, durch die Neuerung Nachwuchs zu akquirieren. Denn „man kann sich doch nur für etwas begeistern, was man auch kennengelernt hat“, sagt Bernd Hampe. So könnten Naturfreunde künftig nicht nur Frühstückseier vom eigenen Huhn genießen. Biologie werde erlebbar und man müsse sich nicht mal um das regelmäßige Füttern und Reinigen kümmern.

Information: Dirk Kaufmann 0 56 71/5 06 15 oder über gzv-hombressen.de/kontakt/

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