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Hofgeismar ist jetzt auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt

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Von: Bernd Schünemann

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Biss in eine fair erzeugte Banane
Biss in eine fair erzeugte Banane: Hofgeismar will als Stadt des fairen Handels zertifiziert werden. © Jörg Carstensen/dpa

Hofgeismar will Stadt des fairen Handels werden. Damit ist sie die erste Kommune im Kreis, die sich bei der Fairtrade-Organisation registriert hat.

Hofgeismar – Eine Steuerungsgruppe arbeitet in Hofgeismar jetzt daran, dass die Stadt die Kriterien erfüllen kann, die für die Anerkennung notwendig sind. Ahnatal will ebenfalls den fairen Handel unterstützen und steht am Beginn des Prozesses. Nach den Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Großgemeinde solle auch in Ahnatal diese Arbeit beginnen, sagte Büroleiter Thomas Raffler.

In beiden Kommunen hatten die Parlamente 2021 beschlossen, sich der Initiative von Fairtrade Deutschland anzuschließen. In Hofgeismar wurden bereits Ansprechpartner für den Weltladen, die Gemeinschaft für Handel und Gewerbe sowie für die Stadtverordnetenversammlung benannt, sagt Stadträtin Antje Stahl. Sie ist im Magistrat für das Thema zuständig. Die Steuerungsgruppe leitet die Stadtverordnete Christiane Sieding.

Antje Stahl
Stadträtin Antje Stahl © Privat/Archiv

Für eine Anerkennung als Fairtrade-Stadt muss eine Kommune mehrere Kriterien erfüllen. Vier Geschäfte sowie zwei Gastronomiebetriebe müssten faire Produkte anbieten, sagen Stahl und Sieding. Mindestens eine Schule, ein Verein und eine Kirchengemeinde müssen sich dieser Initiative anschließen. Fair gehandelten Kaffee im Büro des Bürgermeisters – ebenfalls ein Aufnahmekriterium – gebe es bereits, ergänzt Antje Stahl.

Beiden ist es wichtig, auf das Anliegen aufmerksam zu machen: Die Menschen müssen fairen Lohn für ihre Produkte bekommen. Das sei auch ein Beitrag im Kampf gegen Kinderarbeit. Denn bei einem fairen Lohn bekämen die Kinder der Erzeuger eine Chance auf Bildung, weil sie nicht für die Ernährung ihrer Familie mitarbeiten müssten.

Beide wollen auch den Blick auf regional und biologisch erzeugte Produkte lenken. Sie hoffen, dass mit der Initiative mehr Menschen zu fair gehandelten Produkten greifen. Langfristig können sie sich für Hofgeismar einen Markt mit regionalen und fairen Produkten vorstellen. (Bernd Schünemann)

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