Stadtverordnete haben entschieden

Hofgeismar lehnt Beteiligung an EAM ab

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Hofgeismar. Die Hofgeismarer Stadtverordneten haben überraschend eine Beteiligung der Stadt von 1,176 Prozent an der EAM abgelehnt. Damit ist Hofgeismar die erste große Kommune, die sich dagegen ausgesprochen hat.

Während die Städte Liebenau und Grebenstein bereits dem Erwerb von Anteilen an dem Regionalversorger zugestimmt haben, hat sich Hofgeismar am Montagabend als erste große Kommune dagegen ausgesprochen.

Aktualisiert um 15:35 Uhr.

Weil von den 37 Stadtverordneten zwölf fehlten, war das Ergebnis schwer vorhersehbar. Es fiel mit 13 Nein und zwölf Ja-Stimmen sehr knapp aus. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte zuvor noch klar die Annahme mit fünf gegen drei Stimmen (bei einer Enthaltung) empfohlen.

Die Überraschung war am Montagabend auf vielen Gesichtern abzulesen. Für die Beteiligung stimmten alle anwesenden zehn SPD-Stadtverordneten sowie die beiden Vertreter der Linken, dagegen votierten alle neun Vertreter der CDU, die drei WSD-Vertreter und der FDP-Stadtverordnete.

"Lage problematisch"

Maik Sembowski hatte für die CDU das Fraktionsvotum aufgehoben und jedem die persönliche Entscheidung überlassen. Die sei nicht einfach, wenn jeder Bürger der Stadt für eine Bürgschaft von elf Millionen Euro hafte. Vor 15 Jahren habe man noch Geld mit Strom verdienen können, inzwischen sei die Lage problematischer. Reinhard Priem (FDP) warnte davor, dass mögliche weitere Kosten, etwa Investitionen, nicht konkret angegeben seien. Stefan Dworak (WSD) kritisierte zu geringe Einflussmöglichkeiten der Kommunen und den Zeitdruck bei der Entscheidung.

Zu Beginn hatte der Erste Stadtrat Günter Ebel (SPD) für Zustimmung geworben, auch wenn das Projekt sehr komplex sei. Die SPD sah, so Frank Nikutta, Chancen, dass Kommunen wieder Geld verdienen. (tty)

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