Hofgeismar: Mehrheit für Bahnsteig-Ausbau in Sicht

So soll er aussehen: RRX-Züge in einer Computergrafik. Foto: nh

Hofgeismar. Im Streit um die Bahnsteigerhöhung in Hofgeismar deutet sich nun doch eine Einigung an.

Nachdem der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) auf Fragen aus dem Stadtparlament schriftlich reagiert hat, zeichnet sich bei der CDU offenbar Zustimmung ab. Damit wäre die Chance, dass Hofgeismar ein Haltepunkt der neuen RRX-Verbindung ins Ruhrgebiet wird, weiter gegeben.

NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch hatte in einem Schreiben an die Fraktionen erklärt, dass ein Hublift keine Alternative zu einer Bahnsteigerhöhung sei und dass man mit bis zu 1000 Ein- und Aussteigern pro Tag am Bahnhof rechne, wenn der RRX kommt. Momentan liege die Zahl bei 560 pro Wochentag.

Ob die Kalkulation nachvollziehbar sei, sei dahingestellt, sagt CDU-Fraktionschef Gotthard Brand. Er kritisiert weiter die Vorarbeit der Stadtverwaltung, signalisiert aber Zustimmung: „Aus meiner persönlichen - mit der Fraktion noch nicht abgestimmten - Sicht wird man dem Projekt zustimmen müssen.“

Damit wäre eine Mehrheit im Parlament da: „Wir bleiben bei unserer Unterstützung“, sagt Dr. Christian Knoche (Linke). SPD-Stadtverbandsvorsitzender Peter Nissen argumentiert, dass sich die Zahl Zugverbindungen von Hofgeismar nach Warburg und Hagen künftig auf jeden Fall reduzieren wird. Das bedeutet: Ohne RRX stünde Hofgeismar schlechter da als jetzt.

Bei der WSD stehen die Zeichen weiter auf Ablehnung: „Wünschenswert ist vieles, aber wir müssen es uns auch finanziell leisten können“, betont Stefan Dworak, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Zudem habe der NVV keine neuen Informationen geliefert. Fallen wird die Entscheidung bei der Sitzung des Stadtparlaments am 21. September. Dann geht es für die Stadt zunächst um 100 000 Euro Planungskosten, die für eine Anhebung des Bahnsteigs auf RRX-Höhenniveau nötig sind.

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