Unverzichtbarer Notfallstandort

Land stellt 15 Millionen Euro für neue Kreisklinik bereit

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Platz für die neue Klinik: In direkter Nachbarschaft zum evangelischen Krankenhaus Gesundbrunnen soll am Krähenberg die neue Klinik entstehen.

Hofgeismar. Der Neubau des Krankenhauses in Hofgeismar hat eine große Hürde genommen. Das Land wird für den Klinik-Neubau 15 Millionen Euro bereitstellen.

Das erklärten gestern Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Gesundheitsminister Stefan Grüttner in einer gemeinsam veröffentlichten Pressemitteilung. Der Grund: Bei der Klinik handelt es sich aus Sicht des Landes um einen unverzichtbaren Notfallstandort.

Auf diese Zusage hatte die Gesundheit Nordhessen, die die Kreisklinik in Hofgeismar betreibt, lange gewartet, so die Pressesprecherin der GNH, Inga Eisel. Schon seit Jahren gibt es die Pläne, das gut 50 Jahre alte Krankenhaus an der Liebenauer Straße zu schließen und durch einen Neubau am Krähenberg zu ersetzen, in der Nachbarschaft zum evangelischen Krankenhaus Gesundbrunnen und mit der Nähe zur Bundesstraße.

„Das ist ein richtig gutes Zeichen“, war der erste Kommentar von Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth. Er hoffe, dass der Neubau so schnell wie möglich verwirklicht wird. Ein gewisser Zeitdruck ist tatsächlich vorhanden. Bis Sommer 2019 muss der Bau fertig sein. Als nächstes wird es für die GNH darum gehen, Baurecht für die vorgesehene Fläche zu erhalten. Auch die Finanzierung muss genau durchgerechnet werden. 15 Millionen gibt das Land - doch das wird nicht reichen. Neue Krankenhäuser kosten in der Regel um die 20 Millionen. In einer kurzen Stellungnahme teilt die GNH mit, dass sie sich zum einen über die Finanzierungszusage des Landes freut, dass man aber auch davon ausgeht, dass neben Land und GNH auch „der Landkreis Kassel einen finanziellen Beitrag zu diesem wichtigen Bauprojekt leisten wird.“ Aber: Direkte Zuschüsse vom Kreis, das hatte Landrat Uwe Schmidt schon des öfteren erklärt, wird es nicht geben. Man könne sich höchstens eine Art Bürgschaft vorstellen, damit die GNH an günstige Kredite kommt.

Ansonsten hält sich die GNH zurück. Es gibt keine Angaben zu den geschätzten Gesamtkosten, auch ein möglicher Baubeginn wird auf Anfrage unserer Zeitung nicht genannt. Und auch bei der Anzahl der Betten, die in dem neuen Gebäude geplant sind, gibt es keine Aussage. Hier bleibt GNH-Chef Karsten Honsel seiner Linie treu. Bei einer Stadtverordnetenversammlung in Hofgeismar hatte er im Juni erklärt: „Wir arbeiten an einer Strategie, die ich nicht vorab mitteilen werde.“ Er mache keine konkreten Zusagen zu Bettenzahl oder OP-Sälen.

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