Attraktiv für junge Familien

Stadt Hofgeismar plant Bauland für 50 Häuser am Stadtrand

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Leichte Hanglage: Mindestens 50 Bauplätze könnten auf der Grünfläche am Stadtrand entstehen, die vor längerer Zeit mal als mögliche Friedhofsfläche vorgesehen war. Die Stadtverordneten beschlossen die Umwidmung als Wohnbaufläche. 

Hofgeismar. Wo kann man in Hofgeismar wohnen, wo zum Arzt gehen? Die Themen, die die Stadtverordneten am Montagabend diskutierten, hatten eines gemeinsam – einen Blick in die Zukunft der Stadt.

Neues Baugebiet "Auf dem Rennebaum"

Hofgeismar scheint attraktiv zu sein für junge Familien. „Die Nachfrage nach Bauland ist extrem hoch“, sagt Bürgermeister Markus Mannsbarth. Daher müsse auch entsprechender Raum geschaffen werden. Bei einer Enthaltung beschlossen daher die Stadtverordneten, den Bereich „Auf dem Rennebaum“ als Wohnbaufläche umzuwidmen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Auf dem etwa 53 000 Quadratmeter großen Areal könnten laut Mannsbarth 50 bis 55 Baugrundstücke entstehen.

Dass die SPD zustimme, obwohl man sich lange gegen Neubaugebiete gesträubt habe, begründete der Fraktionsvorsitzende Peter Nissen. Die Innenstadtentwicklung habe in der Vergangenheit Vorrang gehabt. „Wenn wir dabei alle Potenziale und Ressourcen nutzen, dann kann es, wenn der Bedarf da ist, auch zu einer angemessenen Balance zur Außenentwicklung kommen“, sagt er. 

Natürlich wäre es schön, wenn junge Familien in den Altbau investieren würden, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Waltraud Vialon, das sei aber leider unrealistisch. „Junge Menschen wollen keine alten Gebäude, die können sie sich schlichtweg nicht leisten“, sagt sie.

Hausärztliche Versorgung in Hofgeismar

Eine politische Bankrotterklärung sei es, dass es Menschen gebe, die in ihrer Nähe keinen Hausarzt fänden, sagte WSD-Fraktionschef Stefan Dworak. Die bisherigen Appelle an das Land Hessen und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hätten kaum Erfolg gehabt, die verbliebenen Ärzte in Hofgeismar versuchten über die Grenzen der Belastbarkeit hinaus, alle Patienten zu versorgen.

Dworak begründete damit einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen, in dem der Magistrat beauftragt wird, Infoveranstaltungen zur möglichen Einrichtung eines Kommunalen Ärztezentrums zu organisieren. Dworak führte ein Modell aus dem schleswig-holsteinischen Büsum an, wo es ein ähnliches Zentrum gebe, das mit leichter Unterstützung der Verwaltung nahezu kostendeckend arbeite. 

Auch Waltraud Vialon übte Kritik an der KV. „Ich finde es abenteuerlich, wie dort mit der Daseinsvorsorge umgegangen wird“, sagte sie. Bürgermeister Mannsbarth dankte den Fraktionen, dass diese das Thema nicht parteipolitisch ausschlachten, sondern gemeinsam vorantreiben würden.

Sanierung Landstraße zwischen Hofgeismar und Niedermeiser

Die Landstraße zwischen Hofgeismar und Niedermeiser muss saniert werden. So sieht es zumindest die CDU. Ihr Antrag, dass der Magistrat dahingehende Gespräche mit Hessen Mobil führen soll, wurde von einem Großteil der Abgeordneten mitgetragen. „Die Straße ist in einem desolaten Zustand“, sagte Vialon. Der SPD-Abgeordnete räumte dem Versuch wenig Chancen ein. Die Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer habe sich bereits wenig erfolgreich darum bemüht.

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