Nachtragshaushalt mit 1,1 Millionen Euro Mehrkosten

Hofgeismar stimmt Hessentags-Defizit zu

Hofgeismar. Das Defizit für den Hessentag in Hofgeismar steigt. Trotzdem wird das Landesfest im bisher geplanten Umfang stattfinden.

Das haben CDU und SPD im Stadtparlament in Hofgeismar beschlossen. Sie stimmten dem Nachtragshaushalt zu, der die 1,1 Millionen Euro Mehrkosten enthält.

Im November war bekannt geworden, dass das kalkulierte Defizit von 800.000 Euro nicht ausreicht und noch 300.000 Euro hinzukommen. Dabei geht es nicht um die Investitionen, sondern die Kosten für das Fest selbst.

Die CDU hatte daher einen Antrag gestellt, die Mittel um fünf Prozent zu kürzen. Das wäre rund eine halbe Million Euro gewesen.

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„Im Prinzip gefällt es uns nicht, dass wir trotz des erheblichen Landeszuschusses von 3,5 Millionen Euro über eine Million Euro für die Feier auf Kosten der Stadt ausgeben sollen“, sagte Fraktionschef Gotthard Brand.

Doch nun rudern die Christdemokraten zurück: „Wir haben uns überzeugen lassen.“ Es sei ein rundes Konzept vorgestellt worden, das seinen Preis habe. Man erwarte aber, dass alles getan werde, damit das Fest nicht erneut teurer werde.

SPD-Fraktionschef Peter Nissen freute sich über den Sinneswandel: „Damit bringen wir den Hessentag haushaltsmäßig auf den Weg.“ Der Nachtrag sei „nicht rosig“, aber die Stadt müsse nun mal für das Fest in Vorleistung treten, Verträge abschließen, Parkplätze errichten.

Dr. Christian Knoche (Linke) kritisierte, dass die Stadt bei vielen Sachen spare, aber im Bezug auf den Hessentag werde „mächtig in die Vollen gegriffen“. „Dieser Nachtragsentwurf lügt nicht: Es wird verdammt teuer“, sagte Knoche.

Jürgen Knauf (WSD) kritisierte zudem, dass durch das Hessentagsdefizit alle Spar-Bemühungen der vergangenen Jahre verpuffen würden.

Von Göran Gehlen

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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