Bürgermeisterwahlen in diesem Jahr

Hofgeismar und Wesertal: Mannsbarth und Turrey treten erneut  an

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Erleichtert: Schon bei der vorherigen Bürgermeisterwahl im Oktober 2016 trat Cornelius Turrey als einziger Kandidat an. Auch diesmal will er Informationsveranstaltungen machen, „damit es etwas spannender wird“.

Für die Bürgermeisterwahlen in Hofgeismar und Wesertal stehen die Kandidaten teilweise beziehungsweise komplett fest.

In der früheren Kreisstadt tritt der von der SPD nominierte Amtsinhaber Markus Mannsbarth am 30. August wieder an. Kandidaten anderer Parteien oder Einzelbewerber haben sich noch nicht gemeldet. Die Bewerbungsfrist läuft im Juli ab. In der neuen Gemeinde Wesertal ist diese Frist am Montagabend abgelaufen – hier ist der ebenfalls von der SPD getragene Cornelius Turrey als einziger Kandidat für die Wahl am 10. Mai verblieben.

Hofgeismar

Vergangene Woche hatte sich Mannsbarth in einer Delegiertenversammlung des SPD-Stadtverbands Hofgeismar offiziell vorgestellt und um die Kandidatur beworben. Von den 19 Delegierten aus allen Ortsvereinen (Carlsdorf, Hofgeismar, Hombressen, Hümme, Schöneberg) wurde Mannsbarth in geheimer Wahl einstimmig nominiert. Er wertete das Votum als klaren Vertrauensbeweis für seine bisherige Arbeit und die gute Kooperation mit der SPD. Gemeinsam habe man in den vergangenen fünf Jahren bereits einen Großteil des Wahlprogramms umgesetzt und auch noch viel vor. 

Die Stadt sei attraktiv für Neubürger, auch junge Familien, wachse weiter und habe die niedrigsten Steuersätze im Kreis. Zu den Schwerpunkten zählen laut Mannsbarth weiter der Tourismus und die Innenentwicklung von Ortskernen und Altstadt. Es gelte die richtige Mischung aus Läden, Wohnen und Gastronomie zu finden, wobei man die engen Wechselbeziehungen beachten müsse. Die Einwohner generationsübergreifend zusammenzubringen sei mit neuen Wohnformen im Petriviertel und mit dem Generationenhaus im Bahnhof Hümme bereits gelungen. Es gelte, die Jugend bei neuen nachhaltigen Projekten zu beteiligen.

Markus Mannsbarth, Bürgermeister von Hofgeismar

Eine der wichtigsten Aufgaben sei es aber, die politische Stimmung in der Stadt im Blick zu behalten und mögliche Neiddebatten und Ausgrenzungen einzudämmen. Die Demo am vergangenen Freitag sei ein wichtiger Schritt dazu gewesen.

In Bezug auf die Delegiertenversammlung unterstrich der Stadtverbandsvorsitzende Peter Nissen, dass man großen Wert darauf legte, die in SPD-Satzung und Kommunalwahlgesetz festgelegten Bestimmungen einzuhalten. Die Einhaltung von Fristen, Formulierung der Tagesordnung, die Wahl der Vertrauensleute und Vertreter zum Beglaubigen des Protokolls waren wichtig, um die Wahl nicht angreifbar zu machen. 

 Wesertal

Genau ein solches Problem trat in Wesertal auf, wo sich die Mitglieder der SPD-Ortsvereine Wahlsburg und Gieselwerder zu einer Versammlung trafen, um ihren Kandidaten Turrey zu wählen. Der Ortsverein Oedelsheim hatte seine Mitglieder nur mündlich eingeladen, was die Gültigkeit in Frage stellte, und war zudem nicht erschienen.

Um kein Risiko einzugehen, sammelte Turrey als Einzelbewerber Unterschriften und bekam bei der Versammlung und an den folgenden Tagen mit über 150 Unterzeichnern deutlich mehr zusammen als nötig (Text links). Auch ohne formelle Wahl habe er in der Versammlung ein einhelliges Ja von den Teilnehmern bekommen. An die Öffentlichkeit gehen wollte Turrey erst, wenn der Wahlausschuss am morgigen Donnerstag die Gültigkeit der Bewerbung bestätigt, sagte er auf Anfrage.

In der Wesergemeinde hatte sich ein Einzelbewerber aus Oedelsheim ebenfalls die Wahlunterlagen abgeholt, konnte dann aber nur 42 Unterstützerunterschriften sammeln statt der erforderlichen 76. Er teilte dem Gemeindewahlleiter daraufhin mit, dass er auf eine Kandidatur verzichtet. 

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