Als Ausrichter 2015 hätte Stadt Vertreter schicken müssen

Hofgeismar verpasste Hessentagsumzug in Herborn

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Panne: Die Hofgeismarer Symbolfigur Dornröschen (hier Rebecca Ross mit Prinz Andreas Richhardt als Hessentagspaar 2015) hätte eigentlich die Dornröschenstadt Hofgeismar am Sonntag beim Hessentagsumzug in Herborn repräsentieren sollen.

Hofgeismar. Offenbar aufgrund einer Planungspanne hat es die Hessentagsstadt 2015 Hofgeismar verpasst, am Hessentagsumzug in der diesjährigen Hessentagsstadt Herborn teilzunehmen.

Der Bürgermeister war zwar beim Hessentag vertreten und nutzte die Chance zu Gesprächen und Reden, doch der geplante Festwagen blieb zuhause.

Bürgermeister Markus Mannsbarth und der letztjährige Hessentagsbeauftragte Wilfried Eckart bestätigten gegenüber der HNA das Fernbleiben des Umzugswagens, auf dem Dornröschen und Prinz mit dem Sababurg-Modell für Hofgeismar als Dornröschenstadt geworben hätten. Man dürfe den Werbeeffekt der Umzugsteilnahme nicht überschätzen. Zehn Sekunden im Fernsehbeitrag aus Herborn und ein Kommentatorensatz könnten nicht soviel bringen wie die vielen Kontakte, Gespräche und Werbeeffekte beim Hessentag vor einem Jahr in Hofgeismar, sagte Mannsbarth der HNA.

Die Nachfrage nach Plätzen im Hessentagsumzug sei immer enorm und man habe dann lieber anderen einen Platz lassen wollen, sagte Eckart. Meist seien die Städte des nächsten Hessentags mit einem Wagen vertreten und nicht unbedingt die Hessentagsstädte des Vorjahres.

Das bestätigte die Hessische Staatskanzlei in Wiesbaden. Ilka Ennen, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, sagte aber auch, dass Anmeldeschluss für den Umzug am 30. Januar war. Hofgeismar habe aber erst am 23. Mai in Herborn wegen einer Teilnahme angefragt: „Da war nichts mehr zu machen“.

Dass die Stadt Hofgeismar in Herborn nicht dabei war, kritisiert die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Waltraud Vialon, als einmalige Blamage in der Hessentagsgeschichte. Die Chance, für Hofgeismar landesweit zu werben, sei durch stümperhaftes Verhalten im Rathaus verspielt worden. Sie fragt, ob Mannsbarth die Verwaltung im Griff habe und will Auskunft über unnötige Kosten und wer für diese Lachnummer verantwortlich sei.

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